Ungewöhnliche Vitalität, großes fachliches Können, kaufmännischer Instinkt und eine moderne Aufgeschlossenheit für technische Neuerungen und soziale Bedürfnisse zeichnen den Selfnademan Carl F. W. Borgward aus, der am 10. November sein 60. Lebensjahr vollendet. Nach seiner Schlosserlehre, dem Besuch der Maschinenbauschule und der Technischen Hochschule fand der aus Altona stammende junge Ingenieur sehr bald den Weg zum Automobilbau. In den damaligen Goliath-Werken in Bremen wurden die von ihm entwickelten Dreiradlieferwagen herausgebracht. Anschließend an die Verschmelzung mit den früheren Hansa-Lloyd-Werken gab er dem Unternehmen seinen Namen, nachdem er alleiniger Inhaber geworden war. Später wurden die Fabrikate des Dreiradlieferwagens und auch die der Lloyd-Erzeugnisse aus dem Programm der Borgward-Werke herausgelöst und von den Unternehmungen „Goliath-Werk GmbH.“ und „Lloyd-Maschinen-Fabrik GmbH.“ in eigener Regie produziert. Der Lebensweg wurde Borgward schwer gemacht: Nach Kriegsschluß mußte er feststellen, daß seine Betriebe zu 75 v. H. zerstört waren. Doch heute finden schon wieder annähernd 10 000 Angestellte und Arbeiter mit ihren Familien in seinen Betrieben ihr Auskommen. Besonders stolz wird er am Geburtstag darauf sein, daß er alles ohne fremde finanzielle Hilfe aufbauen durfte. Er ist der erste Arbeiter seiner Belegschaft. In der Entwicklung der westdeutschen Automobilindustrie hat Carl F. W. Borgward einen bedeutenden Anteil und konnte sich dadurch schnell internationale Geltung verschaffen. ww.