Hamburg ist heute neben Frankfurt/Main der wichtigste Hauptnetz-Knotenpunkt im Fernsprechverkehr Westdeutschlands. Es verfügt über 1300 Fernleitungen mit allein 56 Auslandsleitungen, während 1938 die Zahl der Fernleitungen nur 1160 betragen hatte. Diese führende Stellung Hamburgs im westdeutschen Fernsprech- und Fernschreibwesen verpflichtet. Und darum tut die Oberpostdirektion alles, um den Sprechverkehr, den Telegramm- und Fernschreibverkehr sowie den Rundfunk-Übertragungsdienst auszubauen und zu modernisieren. Für die nächste Zeit ist die Verstärkung des Koaxial-Kabels Hamburg – Frankfurt von 200 auf 300 Kanäle und der Einbau eines 24paarigen Träger-Frequenzkabels von Hamburg nach Bremen geplant. Seit dem 21. Oktober verfügt Hamburg übrigens über die modernste fernmeldetechnische Einrichtung Deutschlands: ein neues Nahamt. Bisher war eine Reihe von Städten und Ortschaften der Umgebung durch den „Schnelldienst“ über das Schnellamt verbunden. Jetzt startete der „beschleunigte Fernverkehr“, der von Hamburg 136 Städte und Orte zwischen Kiel und Lüneburg und zwischen Ratzeburg und Bremen ohne jede Verzögerung fernmündlich erreichen läßt. Man ging dabei von der Tatsache aus, daß 85 v. H. aller Fernverbindungen eines Ortes auf den Verkehr bis zu 100 km Entfernung entfallen. Für die nahe Zukunft beschäftigt man sich bei der Oberpostdirektion Hamburg mit dem Plan, auch Hannover in den „beschleunigten Fernverkehr“ von Hamburg einzubeziehen. we.

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Die Deutsche Ocean-Linie hat ihren regelmäßigen Schiffsdienst zwischen Hamburg und Kuba sowie dem Golf von Mexiko mit der „Claire Grammersdorf“ aufgenommen.