Märchen. Der „Hennecke“ Rotchinas, der Dreher Chao Kuo-yo, äußerte sich gegenüber dem Pekinger Korrespondenten der sowjetamtlichen „Täglichen Rundschau“ begeistert über den Besuch chinesischer Aktivisten in einer Leningrader Zuckerfabrik, an dem er teilgenommen hatte: „Die Sowjetmenschen “konnten mit uns nicht sprechen. Darum lachten sie uns an und stopften uns Zucker in den Mund und in die Taschen. Wunderbar! Für mich war das alles wie ein Märchen!“

Personal. Nach dem Haushaltsplan von 1950 werden den deutschen Auslandsvertretungen zunächst Dienstwohnungen mit Empfangsräumen nicht zur Verfügung stehen. Als Hauspersonal werden „Hausdiener, Putzfrauen, Heizer, Wächter, Kawassen, Kulis, Hamals und ähnliche Kräfte“ angeführt.

Druckerschwärze. Die Abonnenten der Zeitschrift des Naturhistorischen Museums in New York sogen begierig den Duft ein, der der neuen Nummer der Natural History entströmte. Statt des Geruchs von Druckerschwärze konstatierten sie den von Fichtennadeln. Die Redaktion hatte sich zuerst für den Duft von Zedernholz erwärmt, fand dann aber, daß es dem wissenschaftlichen Charakter der Zeitschrift besser entspreche, die Druckerfarbe mit Fichtennadelaroma zu präparieren. Damit hat eine seriöse Zeitschrift nachgeahmt, was vor etwa einem Jahr amerikanische Zeitungen als Spielerei begannen.

Historisch. Die Mitteilung in der New York Times über die bevorstehende Auktion eines Konferenztisches in London hatte folgenden Wortlaut: „Ein Tisch, an welchem die alliierten Stabschefs ihre Pläne für die Offensive gegen Deutschland ausarbeiteten, ist zu verkaufen. Der von General Dwight D. Eisenhower und General George C. Marshall benutzte Tisch stand bisher in den Büroräumen Overseas Air Lines im Londoner Mayfair-Bezirk. Mit seinen zehn Chippendale-Stühlen geht er bei einem Mindestgebot von 15 000 Dollars an den Meistbietenden.“ – Eine Plakette an den beiden Enden des Tisches besagt: „In dauernder Benutzung des Generals Eisenhower, Alliierter Oberbefehlshaber und seines Stabes, die damals den siegreichen Vormarsch in Deutschland planten.“

Sprache. Der dänische Arzt Knud-Krabbe schlägt vor, durch Vermittlung der UNESCO eine Einheitsweltsprache für Wissenschaftler zu schaffen. Sie müsse die Universalität haben wie einst das Lateinische, grammatikalisch aber leicht erlernbar sein, damit sich ein ungehinderter Erfahrungsaustausch ergeben könne.

Reiselust. Am elften des elften stimmte ein Kölner Büttenredner unter dem Beifall seiner Zuhörer folgendes Lied an: „Wem Gott will rechte Gunst erweisen, den läßt er nach Ellis Island reisen.“