Von uns wird gefordert, daß wir erkennen – ohne ein Wort, ohne Zeichen, auf radspurzerriebenen Wegen, Sporen im Staub und der Staub von Winden zerweht: die Wege, die in unserm Rücken beginnen und enden im Staub.

Von uns wird gefordert, die Grenzen dort zu erkennen, wo die Wege zu Ende sind.

Wir sind sehr weit. Wir sind an den Orten vorüber, wo morgens das Licht graut, wo der Geruch der Blätter erfrischt und sich im Osten das Grün lange Zeit hält. Dort drüben sind die verworrenen Wege, Geschütze die Posten.

Freunde, von uns wird gefordert, die Grenzen quer durch diese Geschichte zu erkennen und uns ein Herz zu fassen und: überzusetzen.

Aus „Groß und tragisch ist unsere Geschichte“, einer Sammlung von Gedichten MacLeishs, die Kurt Heinrich Hansen ausgewählt und aus dem Amerikanischen übertragen hat (Verlag Schwann, Düsseldorf, 64 S. DM 3,80).