Von Jules Supervielle

Die Tiere fielen eines nach dem anderen vom Himmel, ohne sich weh zu tun. Die meisten waren bereits fertiggestellt. Einige mußten noch warten, bevor sie in den Besitz aller ihrer Körperteile kamen.

"Ich werde wahrscheinlich noch einen Rüssel bekommen", sagte der soeben angekommene Elefant. "Er zieht sich von der Stirn bis fast zur Erde."

"Etwas viel für eine Nase", sagte der Fuchs.

Dem Pferd fehlten nur noch die Ohren; aber es wußte nichts davon, denn es war damit beschäftigt, im Galopp seinen Schatten los zu werden. Die Ohren erreichten es mitten, im Lauf; sie haben sich bis heute noch nicht von ihrem Erstaunen erholt und drehen sich unaufhörlich nach allen Seiten.

Plötzlich fühlten sich alle Tiere unwohl. Der Esel hatte geschrien. Er hatte seine Stimme vor aller Welt herausgewürgt und schien darüber zufrieden. Der Schöpfer ging von einem Tier zum anderen und fügte hier und dort etwas hinzu. Er gab dem Zebra seine Streifen, und das Zebra zeigte sie ganz stolz den übrigen Tieren.

"Es besteht kein Grund, darauf so stolz zu sein", sagte der Esel. "Möglich", antwortete das Zebra, "aber ich brauche nicht zu schreien, damit man mich nicht vergißt."