Die erste Nachkriegs-Hauptversammlung der Hamburg – Amerikanische Paketfahrt – Aktien-Gesellschaft (Hamburg-Amerika Linie) billigt" einstimmig die vorgeschlagene vorläufige Neufestsetzung des in der RM-Schlußbilanz ausgewiesenen Nennkapitals von 46,37 Mill. RM mit dem gleichen Betrag in DM. Diese Umstellung erfolgt gemäß § 36 Abs. 1 in Verbindung mit § 37 des DM-Bilanzgesetzes. Eine endgültige Neufestsetzung des Grundkapitals ist bei der Hapag im gegenwärtigen Zeitpunkt infolge des noch ungeklärten Schicksals des Auslandsvermögens (allein 7,96 Mill. DM) und ihrer hohen Schadenersatzansprüche aus Kriegs- und Reparationsschäden nicht möglich. Da die Tätigkeitsperiode des gesamten Aufsichtsrats abgelaufen war, trat er geschlossen zurück. Erneut wurden in den Aufsichtsrat gewählt: Dr. Heinrich Riensberg, Dr. Rudolf Brinckmann, Dr. Theophil Ahrends, Erich Bechtolf, Ernst Kornrowski, Paul L. Lorenz-Meyer und Ernst Ruß, Hamburg. Neugewählt wurden für den Aufsichtsrat der Hapag: Wilhelm Nottebohm, Hamburg, und Dr. Daniel Gros, Wiesbaden, ww.

Die Rudolph Karstadt A.G., Hamburg, der auch die unter Theodor Althoff geführten Warenhäuser gehören, hat im Geschäftsjahr 1949 die Umsätze mengen- und wertmäßig erheblich gesteigert. Im Zuge der Enteignung in der Sowjetzone mußten 6,7 Mill. DM abgebucht werden. Trotzdem blieb nach Abschreibung von 3,5 MilL DM und einer Zuweisung zu den Pensionsrückstellungen noch ein Reingewinn von 402 555 DM. Die Hauptversammlung beschloß gegen 22 Stimmen den Reingewinn vorzutragen, so daß einschließlich Vortrag ein Gesamtgewinn von 0,5 Mill. DM ausgewiesen wird. Die Gesamtbelegschaft erhöhte sich auf 8717 Personen, die freiwilligen Leistungen zugunsten der Belegschaft von 0,8 auf 2,03 Mill. DM.

Der Aufsichtsratsitzung der Siemens-Reiniger-Werke AG., Erlangen, wurde die Bilanz und die Gewinn- und Verlustrechnung zum 28. Februar 1950 vorgelegt. Dieser Abschluß erlaubt eine Dividende von 5 v. H. Die Hauptversammlung findet am 9. Januar statt. Für das laufende Geschäftsjahr werden infolge der steigenden Auftragseingänge aus dem In- und Ausland die Aussichten wiederum als günstig beurteilt.

In gemeinsamen außerordentlichen Hauptversammlungen der Lübecker Maschinenbau-Gesellschaft und der Orenstein & Koppel AG. wurde in Lübeck der Zusammenschluß beider Unternehmungen unter der Bezeichnung "Orenstein-Koppel & Lübecker Maschinenbau-AG., Berlin" beschlossen. Orenstein &. Koppel hatte bisher schon über 93 v. H. des Aktienkapitals der LMG verfügt.

Die Generalversammlung der Portland-Zement-Werke Heidelberg AG. genehmigte die volle Umstellung des Aktienkapitals von 30,1 Mill. RM in DM und 6 v. H. Dividende für das Geschäftsjahr vom 21. 6. 1948 bis 31. 12. 1949. Wie aus dem Geschäftsbericht hervorgeht, stieg der Zementumsatz von 0,3 Mill. t im ersten Halbjahr 1948 auf 1,3 Mill. t in 1949. Bei allen acht Werken sind die Kriegsschäden beseitigt. Die alte Leistungsfähigkeit ist wieder erreicht.