Auf der letzten Verbandstagung der württembergischen Spar- und Girokassen wurden zwei interessante Zahlen bekannt. Mit 74 DM auf den Kopf der Bevölkerung ist die Sparquote in Württemberg noch immer die höchste im Bundesgebiet. Die Neubildung von Sparkapital, die im (Bundesgebiet 28,6 v. H. erreichte, blieb dagegen in Württemberg zurück und verzeichnete nur 20,3 v. H. Ebenso hat sich der Anteil der Spareinlagen an den Gesamteinlagen der württembergischen Sparkassen, der im Jahre 1938 noch 82,5 v. H. betrug, erst wieder auf 36 v. H. gehoben. Daß die Verminderung der Einlagen im laufenden Jahr mit den politischen Ereignissen in Zusammenhang steht, darf als erwiesen gelten. Auf der anderen Seite hat der sogenannte "Bürkle-Skandal", bei dem die Stuttgarter Girokasse einem auf spekulativer Grundlage arbeitenden Unternehmer Kredite im Gesamtbetrag von 7 Mill. DM vorgeschossen hat, das Vertrauen der Sparer in die Verwaltung ihrer Geldes sicher etwas erschüttert. hgst.