Josef Körner: Bibliographisches Handbuch des deutschen Schrifttums. (A. Francke Verlag, Bern. 644 S.) Eine außerordentlich reichhaltige Bibliographie, die alles Wichtige verzeichnet, was über die Dichter von den Merseburger Zaubersprüchen bis zu Thomas Mann, über Gattungen, Epochen, Stile und Stoffe geschrieben ist. Das einzige heutige Werk dieser Art; darum für alle, die mit Literatur Umgang haben, ein. unentbehrliches Handbuch.

Heinrich Meyer: Goethe – das Leben im Werk. (Strom-Verlag, Hamburg-Bergedorf. 677 S.) Erregend im psychologischen Tiefblick, fesselnd in der Erzählung, aus intimster Kenntnis der 50 Bände Goethescher Briefe und 16 Bände Goethescher Tagebücher. Auch wer durch die Bücherflut des Jubiläumsjahres ermüdet ist, wird durch dieses neuartige, kluge, unbefangene Buch des amerikanischen Gelehrten gefesselt und angeregt werden.

Wilmont Haacke, Julius Rodenberg und die Deutsche Rundschau. (Kurt Vowinkel Verlag, Heidelberg. 204 S.) 1936 von staatlicher Zensur verboten, erschien erst jetzt diese umfassende Darstellung über Rodenberg-Levy und seine genial redigierte "Deutsche Rundschau", die 1874–1914 das Organ von Gottfried Keller, C. F. Meyer, Th. Fontane, Wilh. Dilthey u. a. war und für das damalige Bürgertum einen geistigen Mittelpunkt bedeutete, wie es ihn späterhin nicht mehr gegeben hat.

Bertrand Russell: Philosophie des Abendlandes. Ihr Zusammenhang mit der politischen und sozialen Entwicklung. Holle Verlag, Frankfurt a. Main. 690 S.

Kurt Schilling: Geschichte der Philosophie, I. Band. Die alte Welt. Das christlich-germanische Mittelalter. Zweite verbesserte und umgearbeitete Auflage. Ernst Reinhardt Verlag, München/Basel. 455 S. Leinen DM 18,–.

Hans Joachim Störig: Kleine Weltgeschichte der Philosophie. W. Kohlhammer Verlag Stuttgart, 532 S. Leinen DM 19,60.

Gustav Radbruch: Rechtsphilosophie. 4. Auflage besorgt und biographisch eingeleitet von Erik Wolf. K. F. Koehler Verlag, Stuttgart. 392 S. Leinen DM 12,50.