Es ist ein langer Weg, der aus dem Dunkel phönizischer Hieroglyphen bis zur Entwicklung unseres heutigen Schriftbildes führt. Immer aber waren es der Menschheit fähigste Köpfe,die der Schrift den lebendigen Atem ihrer Zeiten gaben und die Entwicklung für Generationen bestimmten. Als einer der bahnbrechenden Reformer des Schriftwesens im vorigen Jahrhundert ragt die Persönlichkeit Friedrich Soenneckens bis in die heutigen Tage. Die Lebensarbeit dieses Mannes ist verbunden mit dem 75jährigen Bestehen der Soennecken-Werke in Bonn; sie ist ein überzeugendes Beispiel, daß hier die Schrift – starre, tote Materie – zum lebendigen Werk geworden ist.

Diener und Herr der Schrift – beides war Kommerzienrat Friedrich Soennecken. Diener: in unermüdlicher Arbeit an Form und Gestaltung des Schriftbildes sinnend. Herr: in Technik und Fortschritt das Schriftwerkzeug und Bürogerät für besseres Schreiben schaffend. Um Schrift und Schreiben kreist seit dem Jahre 1875 der Arbeitsrhythmus im Hause Soennecken. Was der Gründer begann, setzt, jetzt auch schon ein Leben lang, der "zweite" Soennecken, Dr.-Ing. Alfred Soennecken, im gleichen Geiste und bereits unterstützt von der dritten Generation, fort. Aber immer ist es das alte Ziel: Das lebendige Werk der Schrift zu erhalten. Egs.