Nicht als Sohn eines berühmten Vaters – des Gründers der Düsseldorfer Henkel-Werke – nein: als Mitschöpfer. Gestalter und Leiter dieses weltweiten Unternehmens verkörpert heute Dr. Hugo Henkel mit seinem Namen den guten Ruf des Henkel-Hauses und damit seines bekanntesten Kindes „Persil“. Am 21. Januar feiert Dr. Hugo Henkd nun seinen 70. Geburtstag, und dieser Tag soll Anlaß sein, einmal das schöpferische Leben dieses tüchtigen deutschen Unternehmers zu beleuchten. Als 24jähriger trat Hugo Henkel am 25. April 1905 in die väterliche Firma ein. Jahrelang hat er sie dann mit seinem Vater – dem Kommerzienrat Fritz Henkel – und dem älteren Bruder Dr. h. c. Fritz Henkel jr. gemeinsam und nach deren Ableben allein geführt.

Seins Welt gehört der Chemie. Unwiderstehlich zog es ihn immer zum Laboratorium. Bald reifen dem jungen Chemiker, der in Stuttgart und Berlin studierte und 1905 den Doktortitel erlangte, erste Früchte. Eine der dankbarsten wird „Persil“, das im Jahre 1907 herauskam und von der Fachwelt als „größter Fach-Fortschritt des Jahrhunderts“ bezeichnet wurde. Ausgedehnte Reisen im In- und Auslande weiteten das Gesichtsfeld von Hugo Henkel, der schließlich auch Anreger und Verwirklicher des wiederauflebenden deutschen Walfanges wurde: am 26. September 1936 lichtete die erste deutsche Walfangflotte nach einer Pause von 70 Jahren auf Veranlassung von Dr. Henkel die Anker zur Fangreise in die Antarktis. Wenn auch der Krieg und seine Folgen uns diese Jagdgründe unter eigener Flagge versagten, so dürfen wir doch hoffen, daß eines Tages auch diese Tat von Dr. Hugo Henkel wieder ihre Früchte trägt.

Nicht vergessen bleiben darf der Erwerb der Deutschen Hydrierwerke A.G. in Rodleben und das durch Initiative von Dr. Henkel erfolgte Zustandekommen der Deutschen Fettsäurewerke-GmbH. in Witten. Ganz selbstverständlich ist es für ihn, die Gedanken der Gemeinschaft in seinem Unternehmen zu pflegen und zu fördern, sich dem öffentlichen Leben uneigennützig zur Verfügung zu stellen und – last not least – in der Akademiestadt Düsseldorf auch die Kunst bei allem Schaffen nicht zu vergessen. Hier findet Dr. Henkel wertvollste Ergänzung in seiner Gattin, die selbst einer Düsseldorfer Künstlerfamilie entstammt. Unser Wunsch für den Jubilar sei, daß er noch viele Jahre tätiger Schaffensfreude haben möge, denn sein Wirken, trägt schließlich dazu bei, daß überall in der Welt die deutsche Ware wieder ihren alten und guten Klang zurückgewinnt. ww.

Dem Generaldirektor der Gebrüder Junghans A.G., Uhrenfabrik in Schramberg, Helmut Junghans, und seinem Bruder, Siegfried Junghans, Besitzer einer Metallwarenfabrik in Schorndorf, wurden von der Technischen Hochschule in Stuttgart der Titel eines Dr.-Ing. h. c. verliehen. – Wilhelm Haspel, Generaldirektor der Daimler-Benz-Werke-A-G., wurde von der Technischen Hochschule Stuttgart zum Ehrenbürger ernannt; von der Technischen Universität Berlin wurde ihm die Würde eines Dr.-Ing. h. c. verliehen.