An den ... (Zuname, Vorname)", so war das Kartönchen mit dem Einberufungsbefehl des Premierenministers Kay Lorentz an die "Geladenen" adressiert. Da hieß es: "Sie haben sich im gewaschenen Zustand einzufinden ... Marschverpflegung für zwei Stunden ist mitzubringen. Es kann auch länger dauern ... Leute, reißt euch am Riemen ... Allzeit bereit!" – Töne sind das, die dieser Kabarett-Unteroffizier und seine Truppe anschlagen! Ein Trompetchen war mit in das Kartönchen eingepackt. Das "Amt Konrad" braucht sich über den Wehr willen bei "Kommödchens" nicht zu beklagen. Man wehrte sich mit Händen, Füßen und Köpfchen.

"Was blasen die Trompeten – Ja, was blusen sie? Richtig eigentlich erst im zweiten Teil nach der Pause. Im ersten war man verhältnismäßig friedlich und entmilitarisiert. Nach der Pause aber schoß man aus allen Knopflöchern contra. Klassisch-antik mit dem Frauenstreik der "Lysistrate" (nach Ari Stofanes) begann’s; der berühmte "Militaristen-Sketch" des ersten Programms vor vier Jahren feierte eine prächtige "Re-Kapitulation", Lore Lorentz zeigte patriotisch-farbige "Frühjahrsmodelle", und der Song "Husaren heraus!" sammelte alle Trommler und Trommlerinnen in zackigen HJ-Uniförmchen märschlich beieinand’. Großartig: Kay Lorentz’ und Emil Schuchardts musikalischer Märchensketch vom Wettlauf zwischen dem Igel Iwan und dem Hasen aus USA, glänzend stilisiert und pointiert. Da lief es einem heiß und kalt den Rücken herunter. Die Regie dieser Düsseldorfer Satire auf das Re-educar mament hatte Werner Vielhaber. G. V.