Rotchina lehnte den Waffenstillstandsplan der Vereinten Nationen für Korea als "unmöglich" ab. Es machte statt dessen den Gegenvorschlag, mit Verhandlungen über Korea, Formosa und die Zulassung Rotchinas zur UNO zu beginnen, bevor der Befehl zum Feuereinstellen gegeben werde.

Auf Grund der ablehnenden. Antwort Ratchinas forderten die Vereinigten Staaten die Vereinten Nationen auf, die chinesischen Kommunisten als Aggressoren zu brandmarken. Eine Verurteilung wurde vorerst nicht gefordert. In einer zusätzlichen Erklärung lehnten die Vereinigten Staaten jede Beschwichtigungspolitik gegenüber Rotchina ab, sie betonten, daß sie sich auch weiterhin der Aufnahme Rotchinas in die UNO widersetzen wollten.

Der indische Ministerpräsident Pandit Nehru gab bekannt, er sei der Ansicht, daß die chinesische Antwort "keine glatte Zurückweisung" bedeute.

Einen Tag später erklärte sich Rotchina tatsächlich zu einem "zeitlich begrenzten" Waffenstillstand in Korea und dem Abzug seiner "Freiwilligen" bereit.

General MacArthur erklärte nach einem Frontbesuch in Korea, es werde "nicht gelingen", die UNO-Truppen aus Korea zu verdrängen.

Mehrere Tage lang herrschte an den Fronten in Korea eine merkwürdige Stille. Stoßtrupps der UNO-Truppen drangen in West- und Mittelkorea stellenweise bis zu fünf Kilometer ins Niemandsland vor, ohne auf kommunistischen Widerstand zu treffen.

Nach einer Schätzung des Oberkommandos der amerikanischen Luftstreitkräfte im Fernen Osten wurden seit Beginn des Koreakrieges etwa 100 000 Chinesen und Nordkoreaner bei Angriffen der UNO-Luftstreikkräfte getötet oder verwundet.