Ende des vergangenen Jahres hatten wir (in unserer Ausgabe vom 21. Dezember) Ziffern aus der Ertragsrechnung des Bergbaues veröffentlicht und im Zusammenhang mit der zum 1. Januar genehmigten Kohlenpreiserhöhung um durchschnittlich 4,50 DM je t die Hoffnung geäußert, daß dem Bergbau mit dieser Preiserhöhung "auch ein Schuß Selbstfinanzierung" gegeben sein würde. Die Deutsche Kohlenbergbau-Leitung in Essen schreibt uns nun, daß, nach ihren neuesten Berechnungen, diese Hoffnung trügt. Der von den Gewerkschaften berechnete Lohnanteil je t verwertbarer Förderung betrage nicht mehr 2,40 DM, sondern habe sich – zusammen mit sehr kostenfressenden Maßnahmen. zur zusätzlichen Fördersteigerung – auf 2,76 DM je t erhöht. Die Mehrbelastung erreiche daher 276 Mill. DM (auf das Jahr und auf eine Jahresförderung von 100 Mill. t umgerechnet).

Die DKBL bittet uns ferner, darauf hinzuweisen, daß nach ihren Berechnungen nur 57,9 v. H. der verwertbaren Förderung Anteil an der Preiserhöhung vom 1. Dezember 1950 haben. für zu komme ein Abschlag aus Umsatzsteuer und Handelsnutzen, so daß der Bergbau aus der Preiserhöhung nur eine zusätzliche Einnahme von rund 245 Mill. DM bei 100 Mill. t Förderung jährlich habe, die den Lohnerhöhungsbetrag und die sonstigen neuen Fördersteigerungskosten um etwa 30 Mill. DM im Jahr unterschreite, t.