Auf der am 13. Januar in Brüssel eröffneten Internationalen Automobilausstellung stehen deutsche Kraftfahrzeuge an hervorragender Stelle. Unter den 62 ausgestellten Marken sind 13 deutsche, darunter der neue Ford, der Volkswagen und der Opel, dessen "Kapitän" hier zum erstenmal erscheint. Ganz besondere Beachtung findet der Diesel-Pkw. "170 D" von Daimler-Benz. Aber auch DKW, der von der westdeutschen Auto-Union in 5 Modellen der Meisterklasse, außerdem aber aus Chemnitz als dreizylindriger F 9 Innenlenker und Kabriolett angeboten wird, dürfte bei dem belgischen Import des Jahres 1951 eine Rolle spielen. Starke Beachtung finden ferner die Wagen von Borgward, Goliath und Gutbrod. Einen großen Raum nehmen die Nutzfahrzeuge ein. Ford zeigt den neuen "Hercules" seiner Kölner Produktion, während Büssing den 5-Tonner mit Unterflurmotor ausstellt. Hanomag vertritt die Klasse der 1 1/2-Tonner. Südwerke, Krupp und Mercedes stellen die mittleren Größen zwischen 3 1/2 und 5 Tonnen. Die deutsche Motorradindustrie ist ebenfalls stark vertreten. Besonders die Modelle von Adler, Horex, NSU und Zündapp begegnen Interesse.

Während Westdeutschland im vergangenen Jahre 11 850 Kraftfahrzeuge nach Belgien verkaufte und damit in der Statistik des belgischen Automobilimports den vierten Platz einnahm, rechnet man für 1951 mit einem weiteren Anstieg der deutschen Lieferungen nach Belgien. F.