Präsident Truman erklärte, die Vereinigten Staaten seien nach wie vor bereit, jede Möglichkeit zu sondieren, die eine Aussicht bieten Schwierigkeiten mit anderen Nationen unter ehrenhaften Bedingungen aus der Welt zu schaffen.

Die Vereinigten Staaten werden in jede Viermachtekonferenz mit dem Entschluß hineingehen, so verlautete aus. amerikanischen Regierungskreisen, die deutsche Remilitarisierung ohne Rücksicht auf sowjetische Einwände voranzutreiben.

In London traf eine sowjetische Antwortnote zum Streit über den anglo-sowjetischen Freundschaftsvertrag ein. Darin heißt es, England habe den Bündnisvertrag mit Moskau „brutal mit Füßen getreten“. Westdeutschland werde schrittweise „faschistisiert“. Eine Zusammenarbeit sei damit unmöglich gemacht. Die Sowjetunion habe außerdem nur halb soviel Mann unter den Waffen, wie die USA, England und Frankreich zusammen. In London wurde betont, daß diese Note die Aussichten für eine Viererkonferenz verschlechtert habe.

Die Delegierten und Beobachter von zwölf Nationen traten im Quai d’Orsay zum drittenmal zusammen, um über eine Europaarmee zu beraten.

Winston Churchill protestierte im Unterhaus unter Hinweis auf die Leistungen der britischen Marine gegen die bevorstehende Ernennung des amerikanischen Vizeadmirals Fechteier zum Oberbefehlshaber der atlantischen Seestreitkräfte.

Ein Sprecher des britischen Außenministeriums betonte im britischen Unterhaus, daß die britische Politik gegenüber Spanien unverändert bleibe und daß Spanien nach britischer Ansicht nicht in den Atlantikpakt aufgenommen werden solle.

Die holländische Regierungskrise konnte noch immer nicht gelöst werden. Der dritte mit der Kabinettsbildung beauftragte Politiker, Dr. Steenberghe, gab wie seine zwei Vorgänger den Auftrag an die Königin zurück.