B. H. Liddell Hart: Jetzt dürfen sie reden (Stuttgarter Verlag GmbH., 573 S.). – Der zweite Weltkrieg aus der Sicht der deutschen Generale, aufgezeichnet von dem bekannten britischen Militärschriftsteller, dessen Vorliebe für deutsche Generale bekannt ist. Die Übersetzung besorgte denn auch Generalleutnant a. D. Dittmar.

Heinrich Graf von Einsiedel: Tagebuch der Versuchung (Pontes Verlag GmbH., Berlin-Stuttgart, 239 S.). – Der vergebliche Versuch eines Rechenschaftsberichtes, geschrieben von einem schwachen Opportunisten, der in der Gefangenschaft den Weg ins Nationalkomitee suchte und 1949 dem Kommunismus den Rücken drehte-Das „Tagebuch“ zeigt, daß er der „Versuchung“ zweimal erlag.

Herbert A. Quint: Die Wendepunkte des Krieges (Steingrüben Verlag, Stuttgart, 260 S.). – Der Verfasser beantwortet die Frage nach den strategisch entscheidenden Wendepunkten in fünf Jahren deutscher Kriegführung. Die In sechs Kapiteln zusammengestellten „Wendepunkte“ mögen den Alliierten einst oft wie neue „Marnewunder“ erschienen sein. Hier erweisen sie sich als unentrinnbare Folgen einer dilettantischen militärpolitischen Konzeption. Ein Dolchstoß gegen jede neue Dolchstoßlegende.

Otto Meißner: Staatssekretär unter Ebert – Hindenburg – Hitler (Hoffmann und Campe Verlag. Hamburg, 643 S., Leinen). – „Der Schicksal„ weg des deutschen Volkes, wie ich ihn erlebte“, schreibt der Verfasser bescheiden. Das Buch „will nur ein Beitrag für eine spätere Geschichtsschreibung sein“. Einstweilen stellt es jedoch nur die Krönung der geschwätzigen Memoirenflut dar.

Ein Gott, der keiner war (Europa Verlag, Zürich, 303 S., Leinen). – Sechs bedeutende Schriftsteller schildern ihren Weg zum Kommunismus und ihre Abkehr. Für alle von ihnen – Arthur Koestler, André Gide, Ignazio Silone, Stephen Spender, Louis Fischer und Richard Wright – wurde die Begegnung mit der kommunistischen Wirklichkeit zur grausamsten Enttäuschung ihres Lebens. Ein hervorragendes Buch, zu dem Richard Crossman das Vor- und Professor Borkenau das Nachwort schrieb. Koestlers Beitrag ist der faszinierendste von allen.