Über ihre Arbeit seit dem Jahre 1946 berichten jetzt die Farbwerke Hoechst, vormals Meister Lucius & Brüning, Frankfurt-Hoechst in einem umfassenden Überblick. Besonders beachtlich ist die Rührigkeit des Unternehmens auf dem Gebiet des Exports: Während 1946 nur 0,2 v. H. des Gesamtumsatzes exportiert werden konnten, gingen 1949 Waren im Werte von 22,2 Mill. DM (13,6 v. H.) und 1950 Waren im Werte von 70,8 Mill. DM (28 v. H. des Gesamtumsatzes) in die Ausfuhr. In fast allen europäischen und einer großen Anzahl von außereuropäischen Ländern sind heute vertragsgebundene Auslandsvertretungen für die Hoechster Produkte tätig. Der Umsatz der Gesellschaft in Farben, Textilhilfsmitteln, Gerbstoffen, Chemikalien einschließlich Lackrohstoffen, Lösungsmitteln und Kunststoffen, Arzneimitteln, Dünge- und Pflanzenschutzmitteln erreichte 1946 rund 79,5 Mill. RM und stieg 1949 auf 163,1 Mill. DM. 1950 war er auf 253,2 Mill. DM angewachsen. Zu diesem Ergebnis hat der Aufbau eigener Verkaufsbüros wesentlich beigetragen.

Um der Steigerung von Produktion und Umsatz gerecht werden zu können, mußte die Belegschaft entsprechend vergrößert werden; von 5551 bei Ende des Jahres 1945 stieg sie bis Ende 1950 auf 10 150 an. 1946 machten die Aufwendungen für Löhne und Gehälter 18,9 Mill. DM = 23,8 v. H. des Umsatzes aus. Für 1950 ergab sich ein Lohn- und Gehaltsbetrag von 48,6 Mill. DM 19 v. H. vom Umsatz. Darüber hinaus beliefen sich die sonstigen freiwilligen sozialen Leistungen 1950 auf etwa 8 Mill. DM. Investitionen wurden in den ersten Jahren nach dem Zusammenbruch, weil die erforderlichen Materialien fehlten, nur in geringem Umfang gemacht. In den Jahren 1949 und 1950 aber konnten – neben 62,3 Mill. DM für Reparaturen – weitere 28,5 Mill. DM investiert werden, H. S.