Wenn ein Krieg kommt, ist man im Gebirge sicherer als in den Städten. Daran dachte auch ein Gastwirt im Walsertal, setzte sich hin und malte zum eigenen Nutzen den nächsten Krieg an die Wand. Er schrieb an viele Leute, die ihm nach „Herkunft und Lebensart“ geeignet erschienen, und schlug ihnen vor, rechtzeitig an sein Hotel im Kleinen Walsertal zu denken, „da mein Gasthof im Kriegsfalle für eine Beschlagnahme als Lazarett oder Genesungsheim nicht in Frage käme“. Und er fährt fort mit seiner Lobpreisung: Ruhig und staubfrei, ringsum Weide und Wald, eigenes Schwimmbad, eigene Landwirtschaft und eigenes Elektrizitätswerk.“ Man wird zugeben: dies ist schon in Friedenszeiten eine liebreizende Gegend. Wie liebreizend abererst im Kriege, wenn alle nach „Herkunft und (Lebensart? geeigneten Gäste, dort versammelt sein werden, auf deren Kriegsangst dieser Gastwirt schon heute die Saison aufbaut! B.