Das war eine der reizenden Werkeideen, die man auf der 25. Hamburger Hotel-Messe antraf: die Besucher des Standes einer Krebskonservenfabrik erhielten ein numeriertes Krebszeichen, Besucherinnen dagegen ein Langustenzeichen: der Krebs mußte nun die Languste suchen! Und wenn sich dann im Menschengewühl dieser Hamburger Hotel-, Gastwirts- und Konditoren-Messe beide trafen, gab es ein Präsent in Form einer Dose Langustenschwänze. Der Alkohol dazu wurde in den Hallen von „Planten un Blomen“ en masse geboten: noch nie sah man in den Messehallen eine solche Fülle von einladenden Weinstuben und Bars. Hinzu kamen viele Aussteller mit allem, was das Hotel- und Gaststättengewerbe gebrauchen kann: vom Backpulver und Waschpulver bis zum Hotelzimmer und Eisschrank war wirklich die gesamte Produktion vertreten. Daß es dazu noch eine Kochkunst- und Konditorenschau gab und prächtige Teile des historischen Hamburger Ratssilbers zu bewundern waren, machte diese Hotel-Fachmesse nur noch interessanter. Übrigens feierte sie in diesem Jahre ihr silbernes Jubiläum und mit ihr Ausstellungsdirektor Albert Lubisch, der auch die erste ihrer langen Serie im Jahre 1921 bestens organisiert hatte. Die Feststellung von Bürgermeister Brauer, daß das hamburgische Hotel- und Gaststättengewerbe wieder den internationalen Anschluß erreicht hat, fand sich im Laufe dieser Messe bestätigt; Hamburgs Gastlichkeit besitzt wieder jene Kultur, die überall in der Welt gerühmt war. – zke.