Das völkerkundliche Museum der Stadt Genf veranstaltet anläßlich seines 50jährigen Bestehens vom 10. März bis 15. Oktober eine Ausstellung von Silberarbeiten der spanischen Kolonialzeit in Südamerika. Neben den eigenen Beständen, die erstmalig gezeigt werden, sind Leihgaben aus deutschen, schweizerischen und französischen Museen zu sehen. Vor allem haben sich das Hamburgische Museum für Völkerkunde, das Staatliche Museum für Völkerkunde in München, das Rautenstrauch-Jöst-Museum in Köln und das Staatliche Graphische Kabinett in München mit Leihgaben beteiligt.

Über „Italienische Malerei des zwanzigsten Jahrhunderts“ hielt Dr. Werner Haftmann seine Antrittsvorlesung in der Landeskunstschule Hamburg, an die er als Dozent für Kunstgeschichte berufen worden ist.

Der Schriftsteller John Knittel, bekannt geworden vor allem durch seine Romane „Via mala“, „Therese Etienne“ und „Amadeus“, wird am 24. März 60 Jahre alt.

Der „Patsy“ – der Preis für die erfolgreichsten Filmtiere, der in Hollywood alljährlich wie der Oscar verliehen wird – wurde in diesem Jahr nach Befragung von 500 Filmkritikern dem sprechenden Filmesel Francis für die beste Leistung „eines tierischen Schauspielers“ im Jahre 1950 einstimmig zuerkannt. Den zweiten Preis erhielt posthum der Affe Bonzo für den Film „Bonzo soll schlafen gehen“. Bonzo starb drei Tage vor der Preisverteilung an einer Rauchvergiftung.

„Der gestiefelte Kater“, ein Märchenfilm, wurde von Angehörigen der kommunistischen Jugendorganisation „Junge Pioniere“ in einem Kino in Halle nach dem Abspielen des ersten Teiles unterbrochen. Die Kinder erklärten, der Film sei ungeeignet für Kinder Sein Hauptmotiv sei die Sucht nach mühelosem Gelderwerb.

Das Tagebuch des französischen Philosophen Michel de Montaigne ging auf einer Auktion wieder in französischen Besitz über. Die Aufzeichnungen wurden von einem Pariser Buchhändler erworben, der im Auftrag der französischen Regierung 21 000 Dollar (88 000 DM) bot. Das Tagebuch, das außer den Bemerkungen des Philosophen Aufzeichnungen seiner Familienangehörigen enthält, war im Jahre 1935 von einem Londoner Kunsthändler gekauft worden.

Unter dem Stichwort „Ihr seid nicht vergessen“ hat der Bund deutscher Jugend zusammen mit dem nichtkommunistischen ersten Freien Jugendparlament der Sowjetzone in Westberlin alle deutschen Schriftsteller zu einem Wettbewerb aufgerufen. Verlangt wird eine literarische Behandlung des Widerstandskampfes der 18 Millionen Deutschen in der Ostzone. Umfang und Art der Arbeiten, die bis zum 1. Mai an die beiden Organisationen eingesandt werden müssen, bleiben dem Autor überlassen. Die vier besten Arbeiten sollen preisgekrönt und veröffentlicht werden.