Ab Juni werden die Hapag und der Norddeutsche Lloyd erstmals nach dem Krieg den Übersee-Passagierverkehr nach den USA aufnehmen. Die Reedereien haben die 11 000 BRT große „Homeland“, die 10 500 BRT große „Neptunia“, die 9400 BRT große „Columbia“ und die 7700 BRT große „Canderra“ zur Verfügung, um in vierzehntägigen Abständen zwischen Hamburg und Bremen nach New York, Halifax und Montreal zu verkehren.

Im Rahmen des weiteren Ausbaues der deutschen Liniendienste gaben die Reedereien A. Kirsten und Sartory & Berger, Hamburg, die Gründung des gemeinschaftlichen Liniendienstes „Hamburg-Chicago-Linie“ bekannt. Damit wird zum erstenmal ein deutscher Dienst nach den Großen Seen von Nordamerika aufgenommen. Diese neue Linie bietet den Verladern regelmäßige, direkte Verschiffungsgelegenheiten nach Montreal, Toronto, Detroit, Milwaukee, Chikago und zurück.

Die Dampfschiffahrtsgesellschaft „Neptun“, Bremen, und die Reedereien Mathies, Rob. M. Sloman jr. und Gebr. Ulmann Hamburg, schlossen sich zu der „Union-Afrika-Linie“ zusammen, die einen regelmäßigen Liniendienst von deutschen, holländische und französischen Häfen nach Westafrika durchführen wird.

Zwischen den italienischen Schiffahrtsgesellschaften „GENS“ und „TIRRENIA“ einerseits und der Hamburger Sloman – Linie anderseits wurde ein gemeinsamer wöchentlicher Schiffahrtsdienst zwischen Italien und Westdeutschland vereinbart.

Am vergangenen Sonnabend führte das MS „Irmingard“ der Hugo Stinnes GmbH, und Poseidon Schiffahrt AG. (2465 BRT) auf der Unterelbe seine Probefahrt durch. Das von den Nordseewerken in Emden erbaute Schiff gehört mit zu den modernsten Schiffen unserer jungen Handelsflotte.

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Hamburg hat in Wien unter der Bezeichnung „Hamburger Schiffahrtsvertretung“, Wien III, Invalidenstr. 5, eine Niederlassung eingerichtet, die allen österreichischen Exporteuren und Importeuren zur Verfügung steht.