Der Berliner Kunstpreis „Jubiläumsstiftung 1848/1948“ wurde vom Senator für Volksbildung Prof. Joachim Tiburtius an dreizehn Schriftsteller, Schauspieler, Komponisten und Maler verliehen, Den Kunstpreis für Malerei erhielten Theodor Werner und Alexander Camaro. Mit dem Kunstpreis für Graphik wurden Marcus Behmer und Siegmund Lympasik, mit dem für Bildhauerei Luise Stomps, Max Leube und Hans-Joachim Ihle ausgezeichnet. An die Schauspieler Hermine Körner und O. E. Hasse wurde der Preis für die darstellende Kunst gegeben. Der Kunstpreis für Musik fiel an Boris Blacher und Gerhard Puchelt. Den Fontane-Preis für Literatur erkannte man den Schriftstellern Gerd Gaiser und Hans-Werner Richter zu.

Den Stalin-Preis für graphische Kunst für das Jahr 1950 erhielten die drei Karikaturisten Mikhail Kupriyanow, Porphyry Krylow und Nikolai Sokolow. Der Preis wurde ihnen für Zeichnungen, die amerikanische und britische „Kriegshetzer“ darstellten, und für die Illustrationen zu einer Ausgabe von Gorkis „Mutter“ zuerkannt. Der sowjetische Komponist Sergei Prokofjew erhielt gemeinsam mit vier anderen Musikern den Stalin-Preis zweiter Klasse, der erste Preis wurde nicht vergeben. Prokofjew wurde der Preis für eine vokalsymphonische Suite „Winterfreudenfeuer“ und sein Oratorium „Friedenswache“ zuerkannt.

Das Schwergewicht der zweiten internationalen Kunstversteigerung der Galerie Dr. Hans Rudolph in Hamburg (29./30. März) liegt auf dem Kunstgewerbe. Besonders das Silber: und die Golddosen aus großherzoglich-mecklemburgischem Besitz, meist Augsburger und Nürnberger Arbeiten des Barock, dürften das Interesse der Sammler wecken. Unter den Möbeln findet sich eine große Zahl vielfach signierter Louis-Quinze-Stücke. Die Abteilungen Glas und Porzellan sowie die Sammlung alter Orient-Teppiche aus ehemals Teheraner Diplomatenbesitz fallen durch ihre außergewöhnliche künstlerische Qualität auf. Unter den Gemälden ragen einige gute Niederländer sowie deutsche Meister des 19. Jahrhunderts hervor,

In Düsseldorf wurde die Ausstellung „Deutsche Heimat im Osten“ eröffnet. Zu dieser Ausstellung hat die „Westdeutsche Bibliothek“ in Marburg Erstausgaben ostdeutscher Philosophen, Dichter und Schriftsteller zur Verfügung gestellt,

Frau Margarete Morgenstern, die Witwe des im März 1914 verstorbenen Dichters Christian Morgenstern, will eine Sammlung seiner Briefe im Insel-Verlag veröffentlichen. Alle Besitzer von Briefen des Dichters werden deshalb gebeten, die Originale leihweise oder aber Abschriften an den Insel-Verlag, Zweigstelle Wiesbaden, zu senden,

ZumHonorarprofessor für pharmazeutischsynthetische Chemie an der Johannes-Gutenberg-Universität in Mainz wurde Dr. Gustav Ehrhart ernannt. Dr. Ehrhart ist seit 1949 Leiter der pharmazeutisch wissenschaftlichen Laboratorien der Farbwerke Höchst und bekam im vergangenen Jahr von der Technischen Hochschule Stuttgart und von der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt die Würde eines Ehrendoktors verliehen.