„Züge der europäischen Freundschaft“ will der „Internationale Eisenbahnverband“ (UIC) einrichten. Sie sollen von April bis Oktober 1951 als Rundreisesonderzüge zum erstenmal eingesetzt werden. Alle Wagen dieser Sonderzüge sind mit Radio- und Mikrofonanlagen versehen, damit die Reisenden auf der Fahrt auf alle Sehenswürdigkeiten aufmerksam gemacht werden können. Ausgangs- und Endpunkte der Züge sind Köln, Hamburg, Frankfurt, Wien, Venedig, Mailand, Zürich, Paris und Brüssel.

Zu den Richard-Wagner-Festspielen vom 29. Juli bis 25. August in Bayreuth wird die Deutsche Bundesbahn mit eigenen Mitteln und mit Hilfe eines vom Land Bayern zur Verfügung gestellten Kredites den beschädigten Bahnhof in Bayreuth instand setzen.

Mit einem Dritten Preis wurde im internationalen Wettbewerb um die besten Werbedrucksachen für den Reiseverkehr, der alljährlich vom Conseil Central du Tourisme International in Paris durchgeführt wird, die „Deutsche Zentrale für Fremdenverkehr“ ausgezeichnet. Sie erhielt den Preis für eine Werbeschrift zum Goethejahr 1949. Dieser Preis wurde 1932 von König Fuad I. von Ägypten gestiftet.

Pressenachrichten zufolge sollten in Oberammergau 157 Flüchtlingsfamilien ihre Wohnungen für die Dauer der Spielzeit freiwillig geräumt haben und in ihre früheren Wohnungen nicht wieder zurückkehren können. Eine vom Staatsministerium des Innern veranlaßte örtliche Untersuchung hat ergeben, daß sich Mieter ohne behördliche Mitwirkung während der Spielzeit bereitgefunden haben, innerhalb des Hauses nur behelfsmäßig zu wohnen. Der Gemeinde sind sechs Fälle bekanntgeworden, von denen fünf bereinigt sind. In dem letzten ist ein Rechtsstreit anhängig; für eine gerechte Lösung ist Vorsorge getroffen. Die Zahl 157 betrifft vorgemerkte Wohnungssuchende, von denen 27 Flüchtlinge sind.

Gegen die Ferienregelung der Kultusministerien für das Jahr 1951 wandte sich die „Borkumer Zeitung und Badezeitung“. Das Blatt betont, daß durch die neue Regelung der Sommerferien, die für sämtliche Länder der Bundesrepublik und für Berlin, mit Ausnahme von Hamburg und Hessen, in einen Zeitraum vom 15. Juli bis 12. September fallen, die Sommermonate immer noch nicht ausgenutzt seien. Es bleibe der gesamte Monat Juni und die Hälfte des Monats Juli frei. Infolgedessen sei wiederum mit einer Überbelegung der Bäder in den Monaten Juli und August zu rechnen, so daß für minderbemittelte Schüler die Möglichkeit eines gemeinsamen und billigen Ferienaufenthaltes mit ihren Eltern erschwert, wenn nicht gar unmöglich gemacht werde.