Lebensfurcht, ais böse Verlockng s ais KdndersefonscKht: — ziwn Lied von Paris, So verschieden sind die Wege und die Gesichter der Menschen unter dem Himmel von Paris! Duvivier schlingt sie zu Schicksalen zusammen, die eine logische Verbindung nicht haben. Seine melancholisch heitere Ode auf die "Lichterstadt" fragt nicht nach dem Sinn von Freuden und Katastrophen. Sie lecherchiert das Leben? Sie fügt Süßes au Bitterstem und läßt vielerlei, das nach Lösung drängt, ungelöst. Man wird vielen dieser filmischen Episoden die innere Konsequenz nachprüfend versagen. Aber das ist wenig gegenüber einei Folge schwermütig heiterer Wahrhaftigkeit, Kein Jubelsang auf das alte, das ewige, das unvergängliche Paris, aber ein Bekenntnis z allem, was in ifa m ist und in ihm war — und TO ein filmisches Exeropei ohne Vorbild w. Jan möchte gern wie in einem Disney Film leben: in einer Welt der Weisheit, der Liebe und der großen Lustigkeit. Jetzt ist Disneys "Pinocchio" zu uns gekommen (Hamburg, Esplanade). Ein amerikanischer Bilderbogen von dem Hoizbuben, der ein richtiger Junge wird so wie das weltberühmte italienische Kinderbuch von Cesare Collodi es will. Die Abenteuer beginnen inmitten einer tausendjährigen europäischen Spielzeugschaditel Kleinstadt in der Werkstatt eines Bastlers, der eine kuriose Uhrensammlung besitzt. Ist doch die Schwarzwälder Kuckucksuhr schon zum amerikanischen Kulturgut geworden! Der Film führt sodann in schnellem Tempo über und unter Wasser in den gemütlich eingerichteten Walfischbaucls und bringt "Pinocchio" quicklebendig wieder an die Oberfläche. An den Abenteuern Pmocchios und seines herzensguten Vaters ist aber nicht nur die auch in Collodis Buch schon sehr aktive zuckerbäckersüße Märchenfee beteiligt, sondern auch die von Disney erfundene kecke Katze Figaro, die das kokette Goldfischfräuleia überschwenglich küßt und alle Vögel freundlich grüßt. Und außerdem hat Pinocchio ein lebendiges Gewissen mitbekommen, ein mehrfach errötendes erfahrenes Männchen, zwergenhaft klein, aber unermüdlich.

Vor diesem liebenswerten, burlesken, mit unendlicher Sorgfalt und Mühe gemachten Film gibt ein überraschender Disney Dokumentarfarbfilm (der photoraphiert ist und nicht gezeichnet) von dner Insel m der Beringsee Einblick in das Leben der Robben, dieser wahrlich mit der Gabe des Humors ausgestatteten Land- und Meeresbewohner. Der Film zeigt sie in einer Umwelt, wie sie nur die Kamera für uns einfangen kann, eine Kamera die von einer Meisterhand gelenkt