Mit alten Hamburger Namen – wie Ruperti, Mutzenbecher, Kirsten und Ohlendorf – als Initiatoren begann die heute größte Sachversicherungsgesellschaft Hamburgs, die Albingia A.G., vor nunmehr 50 Jahren. Das Risiko bei außerordentlichen Schadensfällen (San-Franzisko-, Valparaiso-Beben, Karstadt-Brand, Ludwigshafen-Explosion) spiegelt sich in der Geschäftspolitik dieses Unternehmens, dessen Aktienmehrheit der „Guardian“ gehört, ebenso wider wie das Auf und Ab der politischen und wirtschaftlichen Ereignisse: wer mit Geld handelt im In- und Ausland, wird von den politischen Nachkriegsfolgen und den Inflationen nun einmal besonders berührt.

Heute liegt bei 33,5 Mill. DM Prämieneinnahmen für 1950 zu 40 v. H. das Gewicht (ursprünglich ungewollt, aber Annahmezwang!) auf der Kraftverkehrsversicherung – seit August des letzten Jahres, wenn die Voraussetzungen sich nicht andern, endlich wieder zufriedenstellend. Noch kann die DM-Eröffnungsbilanz nicht vorgelegt werden, denn die Durchführungsbestimmungen hierfür sind nicht vorhanden. Aber 1:1 ist keinesfalls zu erwarten – was auch die größten Optimisten nicht vermutet hätten.

Noch eines sei vermerkt: Generaldirektor Dr. Mandt, Vorsitzer des Vorstandes, eine bekannte Persönlichkeit der Versicherungswirtschaft, ist nicht journalistenscheu; welche Ausnahme in diesem Gewerbe! W–n.