In der Eilenriede, dem großen Wald, der Hannover den Beinamen „Stadt im Grünen“ eingetragen hat, wird seit 1924 das Eilenriede-Rennen auf einer Rundstrecke von 5 km durchgeführt. Bis 1933 war der Motorsport-Club Niedersachsen Veranstalter. Nach dem Kriege ist der Gau Niedersachsen des Allgemeinen Deutschen Automobil-Clubs verantwortlich. Am 29. April wird das Rennen zum 18. Male zugleich als 1. Lauf zur „Deutschen Motorrad-Meisterschaft“ gefahren werden. Ab 250 ccm sind alle Klassen vertreten. Teilnahmeberechtigt aber sind nur Inhaber einer für das Sportjahr 1951 ausgestellten Fahrerlizenz der OMK. Wahrscheinlich werden wieder über 100 000 Zuschauer – wie immer in den vergangenen Jahren – die Strecke umsäumen.

Sinn der Veranstaltung ist es nicht, den Sportbegeisterten eine Sensation zu bieten; auch die großen wirtschaftlichen Vorteile, die sich für Hannover ergeben, sind nicht bestimmend für die Durchführung. Wenn der ADAC das Motorradrennen in jedem Jahr ausschreibt, will er damit dem deutschen Motorsport und der deutschen Industrie dienen: Jahr für Jahr werden in einer unerhörten Zerreißprobe Maschinen geprüft und von Jahr zu Jahr weiterentwickelt. Und so entsteht das immer schnellere und zuverlässige Motorrad für die Straße.

Das Rennen wird in diesem Jahr nach den internationalen Formeln gefahren werden. Sicher scheint zu sein, daß z. B. die NSU-Werke mit einer Neukonstruktion, einem Vierzylindermotor mit vier Vergasern, an den Start gehen. Auch BMW wird mit einer neuen Maschine erscheinen.