Der Altmetallmarkt hat in den vergangenen Wochen erhebliche Preiseinbrüche erfahren. So wurden Ende März für 100 kg Altzink 130 bis 140 DM gezahlt gegenüber 265 bis 275 DM im Februar; Rotguß und Maschinenrotguß 330 bis 350 DM (500 bis 520), Leichtmessing 190 bis 200 DM (270 bis 275), Schwermessing 240 bis 250 DM (370 bis 380). Auch bei Alt- und Akkublei sowie bei Leicht- und Schwerkupfer waren Preisrückgänge von 20 bis 25 v. H. zu verzeichnen. Der seit langen? angekündigte Erlaß des Bundeswirtschaftsministeriums (vom 15. März 1951) über die Richtwerte für Alt- und Umschmelzmetallpreise, die zum 15. April in Kraft treten sollen, hat also eine durchgreifende Wirkung gehabt. Die Richtpreise liegen im Durchschnitt wesentlich niedriger als die noch im Februar reichten Marktpreise. Der Markt nähert sich daher ganz offensichtlich den Richtpreisen – bedingt durch eine ausgeprägte Zurückhaltung seitens der Metallverbraucher. Der Markt ist in: ganzen unübersichtlich und zeigt weiter rückläufige Tendenz, außer bei besonders knappen Materialien. Hinzu kommt, daß die Preisbildungsstellen in mehreren Bezirken bereits Untersuchungen über die Preisbildung am Altmetallmarkt unternommen haben.

Gesamtwirtschaftlich gesehen ist es zu begrüßen, daß die in den letzten Monaten überhöhten Altmetallpreise einer Korrektur unterzogen werden, da das hohe Preisniveau sich bereits auf die Nachbarmärkte auswirkte. yd

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Bei den Wollauktionen in Melbourne machte sich eine Tendenz zur Preissenkung bemerkbar. Scharfe Preisrückgänge gab es am Baumwollmarkt von Karachi infolge des Fehlens von Auslandsaufträgen. Die Zinnmärkte bleiben weiter behauptet, während Kautschuk geringfügig zurückging.