In Washington ging die interamerikanische Außenministerkonferenz zu Ende.

Der amerikanische Senat hat mit 69:21 Stimmen die Entsendung von vier amerikanischem Divisionen nach Westeuropa gebilligt.

Präsident Truman hat den Kongreß um Bewilligung weiterer 6 422 000 000 Dollar für die amerikanischen Streitkräfte ersucht.

Von den Angeklagten im New Yoker Atomspionageprozeß wurden der Elektroingenieur Julius Rosenberg und seine Frau Ethel zum Tode verurteilt. Der Radarsachverständige Morton Sobell bekam 30 Jahre Gefängnis. Der Bruder der Frau Rosenberg, der ehemalige Feldwebel der USA-Armee David Greenglass, erhielt 15 Jahre Gefängnis. Er hatte seine Schwester schwer belastet. Das Urteil für Greenglass sei deswegen so milde, so wird aus New York berichtet, weil er ein Geständnis abgelegt und die Ermittlungen der amerikanischen Behörden zur Aufdeckung des Atomspionageringes in USA unterstützt hätte.

Der französische Staatspräsident Auriol ist nach Abschluß seines Staatsbesuches in den USA nach Kanada gereist und wird demnächst wieder in Frankreich erwartet. Auf seiner Rückreise stattet er auch Irland einen Besuch ab.

In Korea haben die alliierten Truppen auf 60 Kilometer breiter Front an der West- und Mittelfront ihren Vormarsch über den 38 Breitengrad fortgesetzt. Es kam zu schweren Kämpfen auf der Erde und in der Luft. Die Chinesen und Nordkoreaner haben inzwischen ihre Truppenbereitstellungen weiter nach Westen verlegt. Für die erwartete Frühjahrsoffensive der kommunistischen. Streitkräfte sollen über 500 000 Mann zusammengezogen worden sein. Die Erklärung des Oberkommandierenden der UNO-Streitkräfte, MacArthur, es müßten kommunistische Stützpunkte in der Mandschurei unter gewissen Umständen bombardiert werden, und seine Korea wortung, nationalchinesische Truppen in Korea einzusetzen, haben einen Sturm der Entrüstung in politischen Kreisen des Westens hervorgerufen. Armeeminister Frank Pace übermittelte MacArthur eine „taktvolle, aber deutliche“ Anweisung Trumans, in Zukunft solche Erklärungen zu unterlassen.

Der Führer der Vietminh-Streitkräfte, Ho Chi Minh, hat die Einstellung der Offensive in Nord-Indochina befohlen. Seine Streitkräfte sollen sich künftig wieder auf die Guerilla-Kriegführung beschränken.