Noch ist es Zeit, ein verwirrendes Auseinanderlaufen von deutschem und englischem Sprachgebrauch zu verhindern: Prof. Erhard hat den „Beitritt zum Sterlingblock“ bekanntgegeben und meinte doch nur den Beitritt zum Sterling-Transfer-Block. Es ist gewiß schwierig, die beiden Dinge auseinanderzuhalten, und doch scheint es notwendig. Denn schließlich hat England, haben die Mitglieder des „eigentlichen“ Sterlingblocks ein Urheberrecht für diesen Begriff, und wir werden jetzt, im Gespräch mit eben diesem Sterlingblock, viele Irrtümer und Mißverständnisse vermeiden können, wenn wir dieses Urheberrecht respektieren.

Der Sterlingblock also umfaßt alle jene Länder (und nur diese), deren Hartwährungsbedarf zentral vom britischen Schatzamt, in Zusammenarbeit mit der Bank von England, beurteilt und (teilweise ...) befriedigt wird. Diese Länder aber sind alle Länder des Commonwealth, mit Ausnahme des einzigen Dollarlandes im Commonwealth, Kanada. An nicht zum Commonwealth gehörenden Ländern gehören Burma, Irland, Island und Irak zum Sterlingblock.

Der Sterling-Transferblock bezweckt etwas ganz anderes. In ihm finden sich eine ganze Reihe nichtbritischer Länder zusammen in der löblichen Absicht, sich gegenseitig (und mit genereller Zustimmung der Zentrale des eigentlichen Sterlingblocks in London) zu erlauben, daß Überweisungen vom Sterlingguthaben des einen Landes auf das Sterlingkonto eines anderen Landes im Transferblock erfolgen dürfen. Es gibt auch dabei viele Beschränkungen (etwa auf den laufenden Handelsverkehr) und viele Ergänzungen (etwa in den Kapitalverkehrsabkommen des Sterlingblocks mit den skandinavischen Ländern). Doch wesentliches Merkmal ist dies: der Sterlingblock (Sterling area) trifft gemeinsame Dispositionen über den in London zusammenfließenden Dollarpool der Sterlingblockländer. Der Sterling-Transferblock (Sterling transferable account area) aber hat es nur mit Pfunden zu tun. Er ist deshalb wertvoll neben der EZU, weil auch andere Länder als die zur EZU gehörenden im Sterling-Transferblock zu finden sind. E. G.