Die im Jahre 1911 auf Anregung Kaiser Wilhelms II. gegründete „Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft“ ist jetzt formell aufgelöst worden. Das Vermögen der Gesellschaft wird der Max-Planck-Gesellschaft übertragen.

Den Internationalen Karlspreis der Stadt Aachen (1950: Graf Coudenhove-Kalergi) erhielt für 1951 der Rektor der Europäischen Universität in Brügge, Prof. Dr. Henri Brugmans.

Der Deutsche Bundesjugendring veranstaltet vom 20. Juli bis 6. September auf dem Loreley-Felsen ein europäisches Jugendtreffen. Hierzu werden rund 10 000 Jugendliche aus mehreren europäischen Ländern erwartet.

Die Joachim-Jungius-Gesellschaft der Wissenschaften in Hamburg zeigt für ihr Sommerprogramm 1951 unter anderen einen Vortrag von Hans Hennecke, München, „Die Sonderstellung der modernen Literaturkritik Nordamerikas“ (am 6. Juni), und von Dr. Viktor von Weizsäcker, Heidelberg, „Die Lage der Medizin in der Zukunft“ (27. Juni), an.

Der mecklenburgische Landesvorsitzende der SED, Karl Mewis, stellte in einer Ansprache fest, es sei keineswegs richtig und im Sinne eines demokratischen Aufbaus, das niederdeutsche Sprachgut zu pflegen. Das Niederdeutsche sei keine eigene Sprache, sondern nur ein Dialekt und diene als solcher nicht der Entwicklung der nationalen Kultur und dem Frieden.

Die Stadt Düsseldorf hat den derzeitigen Generalintendanten des Braunschweigischen Staatstheaters, Bruno, Walter Iltz, zum Intendanten der Städtischen Bühnen (Oper und Operette) berufen. Iltz war bereits von 1927 bis 1936 Generalintendant in Düsseldorf. Mit Heinrich Hollreiser, der seit sechs Jahren das Düsseldorfer Musikleben leitet, wurde der Vertrag als Generalmusikdirektor erneuert.

Der deutsche Kulturfilm „Der goldene Dom“ wurde bei den Filmfestspielen in Cannes mit großem Erfolg aufgeführt. Ein Protest der sowjetischen Delegation gegen die Aufführung des Schweizer Films „Vier in einem Jeep“ wurde abgelehnt. Die Festspielleitung erklärte, sie habe nicht den Eindruck, daß der sowjetische Soldat in dem Wagen der alliierten Militärpolizei in Wien schlechter gezeichnet sei als sein französischer, britischer oder amerikanischer Kamerad.

In Turin erschien ein von dem bekannten Kunsthistoriker G. C. Argan besorgtes Werk „Walter-Gropius e la Bauhaus“, das zum erstenmal die deutsche Architekturbewegung um das „Bauhaus“ den italienischen Architekten vermittelt.