Der republikanische Senator Arthur Vandenberg starb am 18. April im Alter von 67 Jahren in seiner Heimatstadt Grand Rapids, Sein Tod kam nicht unerwartet, man rechnete mit ihm bereits seit Ende Februar. Der amerikanische Senator war der Verfechter einer Zwei-Parteien-Außenpolitik und galt als stärkste Stütze der Truman-Regierung im republikanischen Lager.

General MacArthur verteidigte seine Fernost-Politik in einer überfüllten Sitzung beider Häuser des amerikanischen Kongresses und wiederholte die Forderungen auf Verschärfung der Wirtschaftsblockade gegen die chinesische Volksrepublik, auf Aufhebung des Verbotes der Luftaufklärung über chinesischen Küstengebieten sowie der Mandschurei. Zugleich wandte er sich gegen die Neutralisierung der nationalchinesischen Streitkräfte auf Formosa. Er behauptete in seiner Rede, daß der amerikanische Generalstab seine Anschauungen über die Kriegführung voll geteilt habe. MacArthurs Ausführungen wurden mit großem Beifall aufgenommen. Das amerikanische Volk bereitete dem 71jährigen General einen triumphalen Empfang, dessen Ausmaß in der amerikanischen Geschichte angeblich einmalig ist: Allein in New York jubelten fünf Millionen Menschen dem heimkehrenden MacArthur zu. Das amerikanische Verteidigungsministerium erklärte im Gegensatz zu den Ausführungen des Generals, daß MacArthur auf einstimmige Empfehlung der „zivilen und militärischen Ratgeber, den Ausschuß der amerikanischen Stabschefs eingeschlossen“, seines Postens enthoben worden sei.

In Korea sind auf einer Frontbreite von 200 km rotchinesische und nordkoreanische Truppen zur Gegenoffensive angetreten. Sie haben die Streitkräfte der Vereinten Nationen zurückgeworfen. Die Gesamtstärke der kommunistischen Truppen wird auf 700 000 Mann geschätzt. An den Schwerpunkten der Offensiv-Fronten sollen allein 400 000 Mann stehen. Der Sonderberater Präsident Trumans, Averell Harriman, äußerte zur amerikanischen Korea-Politik, die USA-Regierung beabsichtige nicht, den Fernen Osten um der Stärkung der europäischen Verteidigung willen zu opfern. Ein dritter Weltkrieg, so sagte er, könne nur verhindert werden, wenn Amerika seine Politik auf einer weltumspannenden Grundlage durchführt.

Präsident Truman gab in Washington ein Verteidigungsprogramm für den Pazifik bekannt. Das Programm sieht einen Verteidigungspakt zwischen den USA, Australien und Neuseeland vor, und außerdem eine militärische Hilfe für die Philippinen im Falle eines Angriffs, sowie die Stationierung amerikanischer Streitkräfte auf den Riu-Kiu-Inseln.

Die USA haben Persien mitgeteilt, daß es keine Befürchtungen wegen der in Washington stattfindenden britisch-amerikanischen Öl Verhandlungen zu haben brauche. Entscheidungen über irgendwelche politischen Fragen Persiens seien Angelegenheit der beteiligten Parteien, also der Perser und der Engländer.

Im Irak sind zahlreiche Kommunisten verhaftet worden. Die irakische Regierung Nuri Paschas hat damit ihren Kampf gegen die linksextremistischen Kreise, die die Verstaatlichung der Ölfelder fordern, fortgesetzt. Die Regierung bemüht sich, in Verhandlungen mit den britischen Gesellschaften, einen höheren Gewinnanteil durchzusetzen. Sie lehnt einstweilen eine Verstaatlichung der Ölfelder ab.

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