Zwischen der Schönheit des photographischen Bildes und der umfassenden Technik und Ökonomie seiner Herstellung spannt sich der Bogen der Ersten Internationalen Photo- und Kinoausstellung 1951 in Köln (bis 29. April). Den Wesensmerkmalen der Photographie entsprechend ist die künstlerisch wie ökonomisch gleich vorbildliche „Photokina“ in einen Ausstellungs- und in einen Messeteil gegliedert. 340 Industriefirmen (einschließlich des vielfältigen Zubehörbereichs), darunter allein 71 Auslandsfirmen (USA, Frankreich, Italien, England, Belgien, Niederlande, Schweiz, Österreich, Spanien) vermitteln durch ihr technisch hochentwickeltes, der Farbphotographie immer mehr Rechnung tragendes und nicht preisungünstiges Angebot einen Begriff vom Stand der modernen Photo- und Kinotechnik, wobei die stark exportintensive deutsche photographische Industrie einen Vergleich mit ausländischen, vor allem auch amerikanischen Herstellern nicht zu fürchten braucht. Das große internationale Interesse an der Kölner Photokina beweist den guten Ruf der deutschen Produktion. Die Photokina ist ein internationaler Treffpunkt für die Photo- und Kinowirtschaft geworden. Hierin liegt ihre wirtschaftliche Berechtigung und Bedeutung.

Auf Initiative der Stadt wurde anläßlich der Photokina in Köln die Deutsche Gesellschaft für Photographie gegründet, die eine Art Akademie für diejenigen sein soll, die sich mit der Photographie produktiv, ideell und kritisch befassen. Der Gesellschaft will die Stadt Köln in Kürze eine Fachschule für alle Gebiete der Photographie anschließen. Köln wäre damit nach Auffassung eines führenden US-Photowirtschaftlers auf dem besten Weg, „ein Weltzentrum der Photographie“ zu werden. Dü.