Die wirtschaftliche Lage des neuen Staates ist durch die unbeschränkte Einwanderung, die in keinerlei Verhältnis zu der wirtschaftlichen Aufnahmefähigkeit des Landes steht, und durch die äußerst drückende arabische Wirtschaftsblockade zu einem verzweifelten Kampfe um das kärglichste tägliche Brot für die eineinviertel Millionen zählende jüdische Bevölkerung Israels geworden. Das Land ist arm an Bodenschätzen und könnte nur bei intensivster Bewässerung, die eine Investition von mehr als 500 Millionen Dollar erfordern würde, die Basis für eine immer noch nicht ausreichende Ernährung der Einwohner abgeben. Solange aber keine Aussicht auf einen arabisch jüdischen Friedensschluß besteht, wird das industrielle Ausfuhrpotential Israels ungenutzt bleiben müssen, was sich im vergangenen Jahre durch eine Ausfuhr in Höhe von 16 Millionen israelitischen Pfunden und eine Einfuhr von 120 Millionen Pfund ausdruckteWohl haben bis jetzt die Juden in aller Welt, vor allem natürlich die amerikanischen Juden, erhebliche Spenden aufgebracht, um den israelitischen Staatshaushalt einigermaßen vor dem immer wieder drohenden Bankrott zu bewahren, und auch die Vereinigten Staaten von Amerika und die Weltbank haben mehrere Male durch relativ hohe Anleihen aus- geholfen. Aber alle diese Hilfen haben sich als viel zu klein erwiesen und lassen- sich schließlich nicht als Grundläge eines Staatshaushaltes betrachten. In ihrer Not hat sich deshalb die Regierung. Israels vor einigen Monaten an die Vereinten Nationen gewandtund dort ihren Anspruch auf