Der argentinische Staatschef Peron hat einen Aufstand niedergeschlagen, den einig? Truppenteile unter der Führung seines einstigen Kampfgefährten General Rawsonveranstaltet hatten. Militärische Führer, die vor Jahren ihresgleichen auf den Schild hoben, wollten ihren Mann dort wieder herunterholen, weil er es verstanden hatte, sich und die Staatsführung unabhängig vom Militär zu machen und eine neue Stütze zu finden, nämlich die Gewerkschaften.

Ein Revolutiönchen mehr im Kontinent der schnell siedenden Temperamente, also nicht wichtig? Die politische Konstellation der übrigen Welt wurde doch durch solche Ereignisse seit Bolivar kaum beeinflußt. Denn südamerikanische Revolutionen hatten meist das gleiche Ziel: Diktatoren durch Diktatur zu ersetzen.

Ein 20. Juli war dieses Unternehmen keinesfalls, obwohl die Worte Peróns, es handele sich bei dem Putschversuch nur um eine unbedeutende Minderheit in der Armee, sehr viel Ähnlichkeit haben mit jenem Ausspruch Hitlers, den er in seiner denkwürdigen Rundfunkansprache unmittelbar nach den Ereignissen im Jahre 1944 formulierte: „Eine kleine Militärclique...“ Bst.