Von Walther F. Kleffel

Nachdem am vergangenen Sonntag in Düsseldorf das nach dem Deutschen Derby größte heimische Rennen, der Große Preis von Nordrhein-Westfalen zur Entscheidung kam, geht es jetzt langsam der Winterruhe zu, auch wenn noch einige weitere wertvolle Rennen gelaufen werden. Die Züchter und Rennstallbesitzer haben dann Muße und Zeit, sich wieder mit ihren Nöten und Sorgen auseinanderzusetzen.

Dieser Nöte und Sorgen gibt es viele. Der Außenstehende kann sich davon allerdings kaum einen Begriff machen. Er guckt nicht hinter die Kulissen, sondern er sieht nur die prächtige Fassade, und das ist wohl gut so. Er will seine Abwechslung und seine Freude haben und sich zu seinem eigenen Kummer nicht noch die Last anderer auf die Schultern laden. Er geht auf die Rennbahn, zu den Pferden, um sich zu erholen, nicht etwa nur um die Gelegenheit zum Wetten wahrzunehmen. Das kann er genau so gut und oft vielleicht sogar noch bequemer in der Stadt bei irgendeinem Wettbüro haben. Ihn lockt das ganze farbenfrohe Bild: Um es mit Johannes Trojan sehen Hexametern zu sprechen:

„„Viel da gibt es zu schauen, was die Blicke

mächtig uns anzieht,

und zur Bewunderung reizt oder Vergnügen

gewährt: