Mitunter braucht man in einer Behörde, einem Wirtschaftsunternehmen (oder auch in einer Redaktion...) irgendwelches Auslandsmaterial: also etwa eine Regierungsdenkschrift, eine Parlamentsdrucksache oder dergleichen. Ehe nun ein solches Buch, mit einiger Mühe in Übersee beschafft, am Bestimmungsort anlangt, muß es nicht nur die Grenze, sondern auch den Zoll passieren. Und der arme Beamte ist dann in einiger Verlegenheit, wie er die Schrift zu klassifizieren hat und welcher Zollsatz anwendbar ist. So kam neulich ein Päckchen aus Südafrika bei uns an, mit dem zollamtlichen Vermerk: „Ein Buch literarischen Inhalts, Rohgewicht 1.20 kg, Reingewicht 1 kg, Wert gesch. DM 8,–, davon 3 v. H. = zu entrichtender Betrag 0,20 DM.“ Inhalt: ein Zolltarif (natürlich in englischer Sprache). Der arme Zöllner – wie soll er auch das wissen! GK,