Von Max Thoennissen, Präsident des Verbandes der Automobilindustrie

Angesichts der ungewöhnlich starken Zerstörungen der Automobilfabriken in Westdeutschland gab es manche Zweifel, ob es möglich sein ‚ würde, diese Trümmerfelder wiederaufzubauen, besonders auch im Hinblick auf die nahezu unbeschädigten Industrien in England, Frankreich und Italien, von der Konkurrenz Amerikas ganz zu schweigen. Heute können wir mit Stolz auf den Weg blicken, der in den letzten Jahren zurückgelegt wurde: In überraschendem Tempo sind neue Werkhallen emporgewachsen und Fließbänder gebaut worden. Die erforderlichen Kapitalien aber mußten aus eigener Kraft beschafft werden. Trotz vieler Materialschwierigkeiten konnte die Produktion aller Fahrzeugarten jedoch laufend gesteigert werden.

Für die Ausfuhr bedeuteten die Bestimmungen der JEIA und die Bevormundung Westdeutschlands in allen Fragen des Außenhandels eine direkte Behinderung. Die Wiederaufnahme alter und neuer Beziehungen zum Ausland und die Auswahl neuer Vertretungen wurde ganz besonders erschwert durch die Ausreisebehinderung deutscher Kaufleute. Um zu einem Ausgleich der Handelsbilanz beizutragen, hat die westdeutsche Kraftfahrzeugindustrie alle erdenklichen Anstrengungen zur Förderung ihrer Ausfuhr unternommen.

Auf allen Auslandsmärkten jedoch traf sie. von vornherein auf sehr scharfe ausländische Konkurrenz, die mit ihren gewaltig gesteigerten Automobilproduktionen lange vor Deutschland alle aufnahmefähigen Absatzgebiete vollkommen durchdrungen hatte. Die deutsche Automobilindustrie mußte also erst einmal zeigen, daß ihre Erzeugnisse wieder weltmarktfähig sowohl in konstruktiver als auch in preislicher Hinsicht sind.

Dieser Beweis ist geglückt Die Internationale Automobil-Austeilung in Frankfurt (Main) im April 1951 hat auch die letzten Zweifel an der Leistungsfähigkeit und Qualität der deutschen Nachkriegs-Automobile behoben. Infolgedessen konnte auch der Export ständig gesteigert werden.

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