Westdeutschlands Schreibmaschinenindustrie ist noch immer damit beschäftigt, den erheblichen Nachholbedarf der deutschen Wirtschaft abzudecken. Einzelne Firmen haben aber bereits 1948 in kleinem Umfang das Exportgeschäft pflegen können und verfügen heute über eine Ausfuhr von etwa 20 v. H. ihrer Produktion, Dieser Export wird augenblicklich stärker durch handelspolitische und binnenwirtschaftliche Schwierigkeiten behindert, als durch die Auslandskonkurrenz. Allerdings leidet der Export sehr unter den prohibitiven Zöllen, die u. a. in Australien sehr hoch sind. Hauptsächlich wurden westdeutsche Schreibmaschinen nach dem Kriege in den Dollarraum, weiter in die europäischen Nachbarländer und Südamerika geliefert. Zu den besten Märkten zählen die südamerikanischen Staaten; sie nahmen im ersten Halbjahr mit 3,852 Mill. DM rund 35 v. H. der gesamten westdeutschen Schreibmaschinenausfuhr auf. Hauptabnehmer war Brasilien. In Europa steht England an der Spitze der Importländer. Sehr stark ist der Export ferner nach Belgien, Holland, der Schweiz und Frankreich.