DIE ZEIT

Die deutsche Ausfuhrsituation

wird in der vorliegenden wesentlich erweiterten Ausgabe der „Zeit“ durch eine Reihe fachkundiger Autoren von verschiedenen Blickpunkten her „angeleuchtet“: mit Berichten über die wichtigsten Sparten der exportorientierten Industrien sowohl wie auch mit grundsätzlichen Darlegungen zur Außenhandelspolitik.

Petrus, Paulus und die Deutschen

Als Graf Coudenhove-Kalergi, der älteste Vorkämpfer für ein „Pan-Europa“, kürzlich zur Europa-Tagung in Hamburg war, machte er in einem Gespräch eine sehr verblüffende Bemerkung.

Geheimnisse zu verkaufen...

Eines muß man vorab betonen: In autoritären Staaten vertuscht man Schiebungen, Bestechungsaffären, Skandale jeder Art, auf daß die Regierung und die Führer der allmächtigen Partei nicht vor allem Volk blamiert werden, worauf die giftigen Blüten in der Verborgenheit desto üppiger gedeihen.

Deutschlands Außenhandel

Will man die Bedeutung des Außenhandels für das Rumpfgebiet, das die Bundesrepublik darstellt, hinreichend ermessen, muß vorab auf die strukturellen Veränderungen hingewiesen werden, die die Volkswirtschaft der Bundesrepublik im Vergleich zum alten Deutschen Reich aufweist.

Die Bremer Warnung

Die Bremer Bürgerschaftswahlen, bei denen die SPD ihre Stellung behauptete – in erster Linie wohl, weil Kaisen, Bremens tüchtiger Bürgermeister, SPD-Mann ist –, haben ohne besondere Überraschung, aber mit einer ernsten Warnung geendet.

Von Karinhall zum Petersberg

Obwohl die Alliierten ursprünglich erklärt hatten, sie wollten die Auftragsvergebung von Bauten im „Raum von Bonn“ ausschließlich deutschen Stellen überlassen, wurde – wie sich eben jetzt herausstellte – die Einrichtung des Petersberges auf ausdrücklichen Wunsch des damaligen britischen Militärbefehlshabers, General Robertson, von der gleichen Firma ausgeführt, die bereits in der Nazizeit nicht nur mehrere mit protzigem Prunk erstandene Botschaftsgebäude eingerichtet hatte – sondern unter anderem auch Görings Prachtsitz Karinhall.

Philosoph in Uniform

General Dr. Hans Speidel verhandelt für Deutschland in Paris. „Aufnahme Speidels besser als erwartet“, drahtete unser Korrespondent aus der französischen Hauptstadt.

Ein letzter Blick auf Europa...

Kühl ist dieser Herbst in den österreichischen Alpen. Aber der Strom der Touristen reißt nicht ab: Italiener, Deutsche und Franzosen; Engländer, Amerikaner, Amerikaner und immer wieder Amerikaner.

Ehre, wem Ehre gebührt

Was ist die Ehre eines Oberbürgermeisters wert? Fünfmal soviel wie die Ehre eines normalen Staatsbürgers. So jedenfalls enthüllte es der Rechtsanwalt des Bonner Oberbürgermeisters Dr.

DIE WOCHE

Bundeskanzler Dr. Adenauer forderte anläßlich der Industrie-Ausstellung 1951 in einer Rede in Berlin die Sowjetzonenregierung auf, den Beschlüssen.

Skandinavischer Spätsommer

Schweden und Finnland erhielten neue Regierungen. Sowohl in Stockholm als auch in Helsinki etablierten sich diesmal Koalitionskabinette.

Wege und Umwege der Modernität

Es war der nicht ganz unpolitische Sinn der Berliner Festwochen 1951, den freien, weitoffenen Geist der Kunst gerade in dieser Stadt weithin sichtbar zu demonstrieren.

Mit der Zauberbrille

Zur Deutschen Industrieausstellung in Berlin haben die Engländer eine besondere Pikanterie von ihrem „Festival of Britain“ nach Berlin gebracht: den dreidimensionalen Film.

Eisenhower wird kandidieren

Am gleichen Tage, an dem General Dwight D. Eisenhower nach dem Manöver „Operation Gegenstoß“ in Celle erklärte, er glaube nicht, „daß die Politiker ihre Aufgaben allzu gut erfüllten“, bemühten sich die von ihm so kritisierten Politiker in Ottawa, die politischen Voraussetzungen für die Erfüllung jener militärischen Forderungen zu schaffen, die ihnen der General in einer Denkschrift hatte zugehen lassen.

Notizen

Die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung hat Gottfried Benn den Georg-Büchner-Preis für 1951 zuerkannt als einem „deutschen Dichter europäischen Formats, dessen revolutionierender Einfluß auf Sprache und Dichtung unserer Zeit unbestritten und in stetem Wachsen begriffen“ ist.

Geburt einer Maus

Ochwänke dürfen robust sein, und Prüderie ist der Bühne nicht bekömmlich.

Wer stört hier wieder den Unterricht?

Im Wiener Kontrollrat kam es in der vergangenen Woche zu einer heftigen Auseinandersetzung zwischen dem sowjetischen und dem amerikanischen Vertreter über den Inhalt des Geschichtslehrbuches für die Oberstufe der Mittelschulen, das jetzt in Vorbereitung ist.

Aus Washington klang es anders...

Auch die „ermutigenden Fortschritte“, von denen das Kommuniqué von Deichmannsaue, dem Sitz McCloys, spricht, konnten das Stimmungsbarometer im Bonner Regierungslager nicht nachhaltig beeinflussen.

Voran geht die Gebärde

Der Name Theater leitet sich von dem griechischen Wort für Schauen her. Die Sprache ist auf der Szene erst das Zweite. Voran geht die Gebärde.

Pariser Capricen

So etwa könnte mit traulichem Bing-Gedröhne eine Erbauungsgeschichte für die reifere Jugend beginnen, wie sie Tante Amalie ihrem Neffen Fritzchen alljährlich zum Geburtstag schenkt.

„Hier gilt’s der Kunst allein!“

Eine Diskussion um Bayreuth hält noch immer das Wagner-Publikum in Atem. Die Festspiele des vergangenen Sommers hinterließen zwiespältige Eindrücke.

Wo steht die deutsche Literatur 1951?

Sechs Jahre nach dem Zusammenbruch haben nicht ausgereicht, das literarische Leben in Deutschland wieder intakt zu machen. „Haben wir überhaupt eine Literatur?“ So pessimistische Fragen kann man heute hören.

Private Kunstwerbung

Seit Alfred Lichtwarks „Übungen in der Betrachtung von Kunstwerken“ hat es nicht an Versuchen gefehlt, das allgemeine Interesse an der Kunst – besonders der Kunst der Zeitgenossen – zu heben und zu aktivieren.

Der Weg der Farbe

Farbe ist aus sich selbst und hat reine Schönheit. Dies haben mir die japanischen Seidenkreppe, die ich um einige Sous in der Rue de Seine kaufte, geoffenbart.

Der Zulkowitzer Roßtäuscher

Der gesamte Pferdeschmuggel von Zullkowitz soll auf den Alten Fritz zurückgehen. Freilich gibt es Leute, die davon nichts wissen wollen.

Die Zölle sind zu hoch

Westdeutschlands Schreibmaschinenindustrie ist noch immer damit beschäftigt, den erheblichen Nachholbedarf der deutschen Wirtschaft abzudecken.

Gemeinschaftsarbeit im Export

Der Ausgleich der Handelsbilanzen ist das Problem, mit dem sich heute alle westeuropäischen Länder befassen. Auf neuartige Wege zur Förderung des Exports, die von England, Holland, Belgien und zum Teil auch von Deutschland mit Erfolg beschritten werden, wies der englische Exportkaufmann Dr.

Qualität entscheidet beim Textilexport

Der wirtschaftlich interessierte Leser wird in den letzten Monaten mit Freude und Erleichterung davon Kenntnis genommen haben, daß Deutschlands Außenhandelsbilanz aktiv geworden ist und daß die Exportziffern sich relativ günstig entwickeln.

Im Kohlen-Koks-Engpaß

Im letzten Vorkriegsjahr exportierte das Deutsche Reich einschließlich Saar 1,9 Mill. t an Walzwerksfertigerzeugmissen im Werte von 350 Mill.

ANUGA in Köln

Kölns Messe- und Ausstellungsjahr brachte eine Fülle wichtiger Marktveranstaltungen, die nicht nur Kölns Ruf als zentrale Einkaufsmesse bestätigten, sondern vor allem zeigten, wie umfangreich die Anstrengungen der gesamten Wirtschaft seit 1948 gewesen sind, um die allgemeine Konsolidierung innerhalb der Wirtschaft voranzutreiben.

Norman-Medaille für Henkel

Vom 7. bis 11. Oktober fand in Hamburg eine Vortragstagung der Deutschen Gesellschaft für Fettwissenschaft statt. Das Arbeitsgebiet umfaßte u.

Votum gegen den Direkt-Export

Vor einiger Zeit erhielt eine deutsche Fabrik einen Regierungsauftrag aus Pakistan zur Lieferung von Einrichtungsgegenständen für den Ausbau eines Hafens.

Im Schatten des Funkturms

Der zweiten Deutschen Industrie-Ausstellung in Berlin mußte man mit einigem Bangen entgegensehen: der Ausstellung im Oktober vorigen Jahres war die Erstmaligkeit sehr zugute gekommen.

Aussichten für unseren Industrie-Export

Die Entwicklung des industriellen Exportes zeigt vor allem in den letzten Monaten, daß die Anstrengungen der deutschen Industrie um die Wiedergewinnung ihrer alten Absatzmärkte nicht erfolglos gewesen sind und die sich bietenden Chancen genutzt werden konnten.

Blick auf Afrika

Noch im Frühjahr 1950 bedurfte es sehr handfester Argumente des deutschen Außenhandels, um die eigenen Regierungsstellen davon zu überzeugen, daß die Aufrechterhaltung der Dollar-Klausel im Geschäft mit dem Sterling-Block sich nachteilig auf die Entwicklung des deutschen Exports auswirken müßte.

Gefragte Brauereimaschinen

Mit Genugtuung kann die deutsche Brauerei- und Kellereimaschinenindustrie feststellen, daß in den letzten fünf Jahren der bisherige Vorsprung der ausländischen Industrie überrundet werden konnte.

Deutsche Kunststoffe wieder führend

Wenn wir wirklich am Anfang eines Kunststoffzeitalters stehen, dann müßte Deutschland als eigentliche Wiege der Kunststoffe bei der Ausfuhr von Kunststoffwaren die maßgebende Rolle spielen.

Chemie im Weltmarkt

Die chemische Industrie Deutschlands hat in der Gesamtbilanz des deutschen Außenhandels seit jeher eine führende Rolle gespielt.

Jetzt ohne Preisvorsprung

In den zwölf Monaten seit dem 30. Juni 1950 setzte sich die Steigerung von Produktion und Export in der optischen und feinmechanischen Industrie ständig fort.

Schwieriger Textil-Export

Die Exportleistungen der deutschen Textil- und Bekleidungswirtschaft können nur bei richtiger Erkenntnis der schwierigen Voraussetzungen gewürdigt werden, unter denen sie erreicht wurden und weiterhin erzielt werden müssen: Bei Ausgang des Krieges war die Mehrzahl der Betriebe beschädigt oder zerstört.

Der arme Zöllner

Mitunter braucht man in einer Behörde, einem Wirtschaftsunternehmen (oder auch in einer Redaktion...) irgendwelches Auslandsmaterial: also etwa eine Regierungsdenkschrift, eine Parlamentsdrucksache oder dergleichen.

Durch Spezialisierung zur Qualität

Auf einer der letzten Technischen Messen in Hannover fand man in einer der großen Werkzeugmaschinenhallen, etwa im Schatten der eindrucksvollen Parade riesiger Drehbänke, Fräswerke und Bohrmaschinen, auch einen Maschinenzwerg, der in endloser Folge versilberten Draht in blitzende Schmuckketten verwandelte.

Berlin lebt von der Ausfuhr

Die Berliner Wirtschaft mußte nach dem Zusammenbruch im wahrsten Sinne des Wortes aus den Trümmern heraus neu aufbauen. An realen Werten, insbesondere an Maschinen und Anlagen, war wenig übriggeblieben.

Exportintensive Elektroindustrie

Während der ersten Nachkriegsjahre betriebenviele der traditionellen Importländer einen umfangreichen Ausbau eigener Industrien, so daß Staaten, die früher ihren Bedarf vornehmlich in Deutschland, den USA oder England deckten, sich heute – vor allem in den konsumtiven Zweigen – zu beachtlichen Konkurrenten entwickelt haben.

Die Steigerung unseres Auto-Exports

Angesichts der ungewöhnlich starken Zerstörungen der Automobilfabriken in Westdeutschland gab es manche Zweifel, ob es möglich sein ‚ würde, diese Trümmerfelder wiederaufzubauen, besonders auch im Hinblick auf die nahezu unbeschädigten Industrien in England, Frankreich und Italien, von der Konkurrenz Amerikas ganz zu schweigen.

Solange gerüstet wird ...

In den letzten Monaten sind die Auftragsbestände in der deutschen Exportindustrie zurückgegangen. Diese Entwicklung entspricht dem Abflauen der Konjunkturlage in der Weltwirtschaft überhaupt, das sich im Sinken der Rohstoffpreise an den Weltbörsen zeigt.

Expansive Absatzpolitik

In den ersten Dezembertagen werden Vertreter des Bundesverbandes der Deutschen Industrie Gelegenheit haben, auf einem großen internationalen Unternehmerkongreß in Washington wichtige Fragen der Produktion, des Absatzes, der Finanzierung und der Sozialpolitik zu diskutieren.

Essen: Zentralplatz des Reviers

Essen ist mit über 620 000 Einwohnern eine der größten Städte des Bundesgebietes. Diesen Aufstieg dank es dem Zusammenwirken verschiedener Faktoren, Vor allem ist Essen die Stadt der Kohle.

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