Göttingen, im Oktober Hier hat einer mit viel Witz den Unsinn des Krieges getroffen. Deshalb sollten sich nicht nur die Afrikakämpfer den Rank Film "Hotel Sahara", ansehen, obwohl er ausschließlich von dem legendären Wüstenkieg handelt (Deutsche. Erstaufführung: Sterntheater Göttingen ) Weitab von der Zivilisation liegt dias große Luxushotel von Imad, der zusammen mit seiner Braut, deren Mutter und dem arabischen Diener Jussef für das Wohlergehen der eleganten internationalen Gäste sorgt. Ah 1940 Italien ia den Krieg eintritt, gibt es eine fluchtartige Abreise mit dem fetzten Omnibus. Nur Imad bleibt mit den Seinen zurück, m sein Eigentum so gut es geht zu schützen. Und es geht sehr gut; oenn Imad ist von arabischer Pfiffigkeit, and di beiden Damen zeigen sich in der SaAe willen geschickt und anpassungsfähig. So überstehen sie italienisehe englische, deutsch tmd französische Besatzung, odie in tollem Wirbel einander jaen. Die Persiflage ist vollkommen, wenn beim Herannahes jedesmal die betreffenden FührerbiWer aufgehängt und die" entsprechenden Flaggen gehißt werden. Die nationalen Eigenarten werden mit liebenswürdiger Ironie so treffend gezeichnet, daß es eine helle Freude ist und niemand Anlaß hätte, verstimmt zu sein. Unter d er sehr sicheren Reaiie von Ken Annakin zeigen die Darsteller Leistungen von beachtlicher Geschlossenheit; in der Hauptrolle die aparte Yvonne de Carlo (Tasmin), die durch den ständigen Besatzungswechsel ihre nuancierte Verwandlungskunst beweisen kann. Peter Ustinov spielt den behenden Im ad und Albert Lieven einen deutschen Leutnant, der als e :nziger von den ungebetenen Gästen so korrekt ist, beim Abmarsch eine Rechnung zu verlangen — um sie mit einem Stempel zu versehen. Die Synchronisation ist erfreulich gut (daitsche Dialoge: Erwin Bootz) w s,