G. P. Saloniki im Oktober

Nach, einer Pause von 11 Jahren wurde jetzt wieder die Messe von Saloniki abgehalten. Sie war von 1926 bis Kriegsbeginn eine ständige Einrichtung und stand im Mittelpunkt des südosteuropäischen Wirtschaftsraumes, der bis nach Vorderasien und Ägypten reicht und vor allem den gesamten Balkan umfaßt. Diesmal war als einziger Balkanstaat nur noch Jugoslawien in Saloniki vertreten. Dafür aber versuchte die Messe, die die einzige maßgebende Veranstaltung dieser Art in Griechenland und im Südostraum überhaupt darstellt, in die west- und nordeuropäischen Länder auszustrahlen, um so die Verbindung zwischen dem Mittelmeerraum und dem übrigen Kontinent wiederherzustellen.

Die Messe war von über 700 Firmen beschickt worden; von ihnen stammten über 400 aus den USA, England, Frankreich, Deutschland, Italien, Schweden, Holland, der Schweiz, Belgien und Jugoslawien. Für das deutsche Angebot vermißte man die Zusammenfassung in einem eigenen Pavillon, wie er früher üblich war. Trotzdem aber war die Nachfrage nach deutschen; Erzeugnissen ungewöhnlich groß; und für die Masse der deutschen Aussteller hat sich der Weg nach Griechenland gelohnt... Besonders stark war Deutschland mit landwirtschaftlichen Maschinen, u. a. von Hanomag, Hannover; Maschinenfabrik Stuttgart-Cannstatt; Zettelmeyer, Trier; Maschinenfabrik Schillinge Karlsruhe-Durlach; Güldner Motorenwerke, Aschaffenburg, und Hildebrand, Unna, vertreten. Die schwersten Spezialmaschinen brachten die Matra-Werke, Spezialfabrik für Kraftfahrzeuginstandsetzungsmaschinen und Werkzeuge, Frankfurt (Main), nach Griechenland. Die AEG, Stuttgart, zeigte Elektrowerkzeuge, während die Tuttlinger AG für Feinmechanik mit chirurgischen Instrumenten anwesend war. Württemberg-Baden stellte überhaupt die Masse der deutschen Aussteller. Die Karlsruher Gritzner-Werke boten ihre Nähmaschinen an, mit denen sie in Griechenland seit langem eingeführt sind. Stoll, Reutlingen, zeigte sein Fabrikationsprogramm an Strickmaschinen, desgleichen Fauquet & Frauz, Rottenburg. Auch die Fabrikate von Miele, Gütersloh, fanden guten Absatz. Neben Büromaschinen (Triumph) und Spezialmaschinen für Reisverarbeitung (Kampmann-Hamburg) war u. a. das Druckereifach vollständig vertreten. Beginnend mit den automatischen Pressen der MAN, zeigte die deutsche Schau hier alles, vom Winkelhaken und Setzschiff (Lemm, München), bis zu den Messinglinien der Bauerschen Gießerei in Frankfurt (Main) und den Numerierwerken für Druckmaschinen der Stuttgarter Firma Schlotterbeck.