Nach zweimonatiger Unterbrechung wurden In Korea die Waffenstillstandsverhandlungen wiederaufgenommen. Die Kommunisten lehnten die UNO-Vorschläge ab, die Demarkationslinie entlang der gegenwärtigen Front verlaufen zu lassen. Sie bestanden darauf, daß die Armeen durch eine neutrale Zone getrennt sein sollen, die sich südlich der Front erstreckt. Die Unterhändler erörterten ferner die Möglichkeit, besetzte Gebiete untereinander auszutauschen, es kam jedoch bisher keine Einigung zustande.

An den Fronten kam es nach anfänglicher Ruhe vereinzelt wieder zu schweren Luftkämpfen. Im Mittelabschnitt der Front ist die Stadt Kumsong stark umkämpft.

Auf dem amerikanischen „Atomschießplatz“ in der Nevada-Salzwüste ist die zweite Atomexplosion der gegenwärtigen Versuchsserie ausgelöst worden.

Der New Yorker Hafen wurde durch einen wilden Streik der Dockarbeiter fast völlig lahmgelegt. Die Streikenden haben die Aufforderung des Präsidenten Truman abgelehnt, ihre Arbeit sofort wiederaufzunehmen.

Die amerikanische Regierung versucht, in den britisch-iranischen Ölkonflikt vermittelnd einzugreifen. Außenminister Acheson machte dem iranischen Ministerpräsidenten Mossadeq Vorschlage zur Wiederaufnahme der ölverhandlungen. Mossadeq hat den iranischen Ölsachverständigen Hassibi, der als Urheber des Gesetzes zur Ölverstaatlichung angesehen wird, nach Washington beordert.

Die englisch-ägyptische Krise hat sich weiter zugespitzt. Die ägyptische Regierung forderte von Großbritannien die unverzügliche Räumung strategischer Punkte der Suezkanalzone, die im Laufe der letzten beiden Wochen von britischen Truppen besetzt worden waren. Ägypten hat einen Boykott britischer Kriegsschiffe im Suezkanal angekündigt. Der Innenminister erklärte, Ägypten werde eine gewaltsame Erzwingung der Durchfahrt mit Gewalt beantworten. Die Regierung in Kairo hat ein Mobilisierungsgesetz erlassen, das die Einberufung aller Ägypter im Alter von 18 bis 50 Jahren im Falle eines Krieges oder bei drohender Kriegsgefahr vorsieht,

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