Die Waffenstillstandsverhandlungen in Korea haben bisher zu keinem Ergebnis geführt. Seitdem die Kommunisten selber vorgeschlagen haben, die Waffenstillstandslinien dem gegenwärtigen Frontverlauf folgen zu lassen, gehen die Verhandlungen um die Frage, wie diese Frontlinie verläuft. Strittig ist, welche der Parteien die Stadt Kaeson besetzen soll und welche Regelung für die völlig zerstörte Stadt Kumsong getroffen wird. Die Kommunisten hatten den alliierten Vorschlag abgelehnt, Kaeson in die neutrale Zone einzubeziehen. Schließlich haben die alliierten Unterhändler vorgeschlagen, die Frage der Demarkationslinie einem ständigen Ausschuß zu übertragen und die Hauptverhandlungen daneben mit der vollen Delegation fortzusetzen. An den koreanischen Fronten herrschte nur Späh- und Stoßtrupptätigkeit. Der jugoslawische Geheimdienst schätzt den sowjetrussischen Atomwaffenvorrat auf 100 Bomben.

Auf dem Versuchsgelände der Atomenergie-Kommission der USA fand die dritte, vierte und fünfte Atomexplosion der laufenden Versuchsreihe statt. Bei den beiden letzten Versuchen, wurde festgestellt, daß Truppen in ein Kilometer entfernten Schützenlöchern die Explosion mittlerer Bomben vermutlich überstehen, könnten.

Der Atlantische Oberkommandierende, General Eisenhower, wurde zu dringenden Besprechungen mit Präsident Truman nach Washington berufen.

Der Streik der New Yorker Hafenarbeiter dauert, weiter, an und ist inzwischen zum längsten Streit, in der Geschichte des New Yorker Hafens geworden.

In der iranischen Hauptstadt Teheran ist es im erheblichen Unruhen gekommen. Immer wieder versammeln sich Tausende von Menschen auf den Plätzen Teherans, um Ansprachen der Kommunistenführer anzuhören. Bei den Kundgebung gen brach die Menge in Rufe aus, wie „lange lebe die Sowjetunion“, „nieder mit Mossadeq“ und „Tod den Engländern und Amerikanern“. In einem Teheraner Vorort forderten 12 000 Demonstrierende von der iranischen Regierung, die von Großbritannien verwalteten Bahrein-Inseln besetzen zu lassen.

Das britische Oberkommando in der Suez-Kanal-Zone hat alle Öltransporte aus Suez nach dem übrigen: Ägypten, unterbunden. Es ist dies die britische Gegenmaßnahme gegen die Zurückziehung der ägyptischen Arbeitskräfte in der Kanalzone. Die ägyptische Regierung will alle Arbeiter, die Ende November noch für die britischen Streitkräfte tätig sind, wegen Hochverrats anklagen. Großbritannien hat inzwischen die größte Luftbrücken-Operation seit der Berliner Blockade anlaufen lassen, durch die Einheiten der ersten britischen Division von Flugplätzen in Libyen zur Kanalzone geflogen werden. Auch auf, dem Seewege werden starke Truppenteile nach Nah-Ost verschifft.

Die Sowjetunion hat die Araberstaaten darüber orientiert, daß ein Beitritt zum Nah-Ost-Verteidigungs-System als unfreundlicher und feindseliger Akt angesehen werde.