Die Messeleitungen von Frankfurt, Hannover und Köln haben jetzt (endlich) den Beschluß gefaßt, sich zu einer dauernden Gemeinschaftsarbeit zusammenzuschließen. Es hat sehr lange gedauert, bis es zu diesem Entschluß kam, den die westdeutsche Wirtschaft schon vor Jahr und Tag energisch forderte. Aber es sei zugegeben, daß der Weg verhältnismäßig schwierig war. Künftig wollen diese drei westdeutschen Messen – und das dürfte das Erfreulichste an dem Beschluß sein – die Auslandswerbung gemeinsam durchführen. Ferner will man die Nomenklatur der Messekataloge und ihre Gesamtaufmachung für alle drei Messen auf eine gemeinsame Basis unter Benutzung des Vorbildes von Hannover stellen. Veröffentlichungen über den Messebeginn sollen nur nach gemeinsamer Abstimmung erfolgen und man will sich in der publizistischen Arbeit jeder gegenseitigen Polemik enthalten. Das, so finden wir, ist eigentlich selbstverständlich. Nicht selbstverständlich aber ist der Verzicht auf die Herausgabe von Umsatzziffern. Man sollte doch wohl vermeiden, daß sich die Messen untereinander mit „seidenen Vorhängen“ abschirmen und den Interessenten, Verkäufern wie Käufern, ein unzutreffendes Bild friedlichen Nebeneinanderlebens bieten. Ein solches Tun erzeugt gewiß nur falsche Vorstellungen, und der gesunde Konkurrenzkampf der einzelnen Messen wird lediglich übertüncht. Hier sollte man den Mut zur Offenheit haben und nicht in den psychologischen Fehler der Geheimniskrämerei verfallen. –zke.