Die alte Fischerstadt Eckernförde – anno 1197 hieß sie übrigens „Oppidum Ekelenforda“ – hat ihre Wirtschaft immer von der Seefahrt und der Fischerei beeinflussen lassen. Leider aber nimmt die Seefahrt nicht mehr den ersten Platz in diesem Wirtschaftsleben ein. Auch die Fischerei gibt den 25 000 Einwohnern keine rechte Lebensbasis. Obwohl die Erzeugnisse der Fischindustrie und damit die Eckernförder Sprotten weltberühmt sind, arbeiten von den dreißig Räuchereien kaum noch zehn. Steigende Bedeutung gewinnt aber die übrige Industrie. Aus Eckernförde kommt z. B. auch gute Schokolade. Und gerade jetzt hat die industrielle Produktion dieser reizvollen schleswig-holsteinischen Stadt eine wichtige Ausdehnung erfahren: auf dem Gelände der einstigen Torpedo-Versuchsanstalt Nord nahm die bekannte Waffenfabrik „Sauer & Sohn“ die Herstellung von Jagdwaffen auf. Damit sollen rund 400 Arbeitskräfte beschäftigt werden. An den Erzeugnissen des Unternehmens ist auch das Ausland stark interessiert.

Ein weiterer und nicht zu unterschätzender Wirtschaftsfaktor der Stadt ist sein guter Ruf als Ostseebad. In der letzten Saison konnte es erstmalig wieder uneingeschränkt über seine ausgedehnten und gepflegten Strandanlagen verfügen: Bisher waren die schönsten Teile des Eckernförder Strandes Besatzungssoldaten vorbehalten gewesen. Das hat nun aufgehört. we.