In Panmunyon blieben die koreanischen Waffenstillstandsverhandlungen weiterhin ergebnislos. Die Kommunisten bezeichneten einen alliierten Vorschlag, die neutrale Zone bei der Feuereinstellung festzulegen, als Bruch der Tagesordnung. Sie beharrten, weiterhin auf ihrem Standpunkt, daß die Demarkationslinie sofort festgelegt werden müsse. An der Westfront nahmen die Kämpfe an Heftigkeit zu und dehnten sich weiter nach Nordosten aus.

Der stellvertretende sowjetrussische Ministerpräsident Beria erklärte in einer Rede zum 34. Jahrestag der russischen Oktoberrevolution, ein friedliches Nebeneinanderleben der beiden Systeme in Ost und West setze politische Abkommen voraus. Die Sowjetunion sei zu Nichtangriffspakten und einem Abrüstungsabkommen bereit. Der sowjetrussische Marschall Malinowski bestätigte, daß die Sowjetunion niemals die Vereinigten Staaten oder irgendein anderes Land angreifen werde.

In Indochina haben französische Truppenverbände in einer großen Offensive ein rund 1000 qkm großes Gelände südwestlich von Hanoi am Unterlauf des Roten Flusses von kommunistischen Vietminheinheiten gesäubert.

Der seit 25 Tagen andauernde Hafenarbeiterstreik in New York ist beigelegt worden. Der Streik hat dem amerikanischen Außenhandel einen Schaden von 36 Mill. Dollar zugefügt.

In Argentinien fanden Präsidentschafts- und Kongreßwahlen statt. Der bisherige Präsident Juan Perón wurde wiedergewählt. Zu den 8 Mill. Wahlberechtigten gehörten erstmalig auch die Frauen.

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Die Bemühungen des iranischen Ministerpräsideuten Mossadeq, bei seinen Besprechungen in Washington eine Lösung des Ölkonfliktes zu finden, sollen gescheitert sein, so verlautet aus Teheran. Der britische Außenminister Eden hat die Vorschläge, die von Mossadeq und dem Leiter der Mittelostabteilung im State Department, McGhee, ausgearbeitet worden sein sollen, abgelehnt. Die Opposition im iranischen Parlament richtete heftige Angriffe gegen den Ministerpräsidenten.