Der Chef der Bremer Borgward-Werke, Dr. Ing. e. h. Carl F. W. Borgward, bezeichnete nach Rückkehr von seiner ersten Südamerika-Informationsreise die Absatzchancen für deutsche Kraftfahrzeuge im Ausland als äußerst zukunftsreich. Vor allem würden nach seiner Ansicht die südlichen Erdteile, ferner Indien und Ostasien, auf längere Sicht einen Markt ergeben, der-mit seinen Absatzmöglichkeiten weit über den bisherigen Produktionskapazitäten der westdeutschen Kfz.-Industrie liegt. Dr. Borgward berichtete in diesem Zusammenhang über das starke Interesse, das er vor allem in Brasilien und Argentinien gefunden hat. Dort sind deutsche Wagen sehr gefragt, jedoch erschwert die Devisenlage die Beschaffung der notwendigen Einfuhrgenehmigungen Beide Länder sagten aber die großzügige Erteilung von Lizenzen für eine Teile-Einfuhr zu, wenn Montagewerke aufgebaut werden würden. Diese Pläne werden jetzt von Dr. Borgward mit Intensität verfolgt, gemeinsam mit dem Gedanken, in Südafrika und Australien ebenfalls eine Montage aufzunehmen.

Augenblicklich befindet sich Carl Borgward wieder in Südamerika, um seinen Plänen an Ort und Stelle den notwendigen Nachdruck zu verleihen. Immerhin brachte sein erster Besuch dem Bremer Werk einen Exportauftrag über 2000 Fahrzeuge im Werte von 12 Mill. DM ein. Die Kraftfahrzeuge werden Bremen in den nächstes Monaten in Richtung Brasilien, Uruguay und Australien verlassen. -zke.