Die Dollarlücke Europas – gleich nach dem Kriege das wichtigste Problem, heute immer noch oder schon wieder aktuell – wird in einer weiteren Veröffentlichung des Institutes für Weltwirtschaft an der Universität Kiel „Das Zahlungsbilanz-Problem der Vereinigten Staaten und Deutschlands Dollar-Ausfuhr“ von Dr. Max Biehl (75 S., 5 DM) einer kritischen Prüfung unterzogen. Es wird versucht, das Wesen der Dollarlücke, ihre Ursachen, und die möglichen Wege zu ihrer Beseitigung darzustellen. Mit Recht wendet sich der Autor gegen die protektionistische Handelspolitik der USA, die mit ihrer Stellung am Weltmarkt unvereinbar ist. Einen Ausweg für Europa sieht er in einem Dreiecksverkehr über die Rohstoffländer, wobei allerdings Europa gegenüber den Exportwaren der USA konkurrenzfähig sein müßte. – Im Anhang der Arbeit sind die Einfuhrziffern aller interessierenden Warenklassen in die Vereinigten Staaten von 1929 und 1937 verglichen mit der Nachkriegsentwicklung dargestellt. yd

Bei der Verlagsgesellschaft „Recht und Wirtschaft“ mbH., Heidelberg, Hauptstr. 45, erschien in der Bearbeitung von Ministerialdirektor Prof. Dr. Herschel und Oberregierungsrat Dr. Schelp das „Kündigungsschutzgesetz“ als Taschenausgabe (64 S., 2,60 DM). Im gleichen Verlage kam außerdem der „Kommentar zum Kündigungsschutzgesetz“ von Prof. Herschel und Dr. Steinmann heraus (176 S., 12,60 DM).

Die Interessengemeinschaft in der Ostzone enteigneter Betriebe (Hamburg 13, Jungfrauental 6) hat sich die Vertretung der Interessen der im sowjetischen Besatzungsgebiet und in Ostberlin geschädigten Unternehmen zur Aufgabe gemacht, Von der Interessengemeinschaft wurde jetzt ein Westadressenverzeichnis der aus der Sowjetzone übergesiedelten Betriebe herausgebracht.

Unter dem Titel „Export und Werbung“ begann „Die Anzeige“ (Storch-Verlag Reutlingen) mit der Veröffentlichung einer Folge von Beiträgen, die sich mit dem Wesen der Werbung in den für einen deutschen Export in Frage kommenden Ländern befassen. Im Oktoberheft behandeln international bekannte Werbefachleute die Werbung in Frankreich, ihre psychologischen Grundlagen, ihr Wesen und ihre Möglichkeiten. Darüber hinaus gibt das Heft praktische Hinweise zur Anzeigengestaltung, besonders der eisenschaffenden Industrie, des Maschinenbaues und der chemischen Industrie. Eine Anzeigenanalyse der Markenartikel-Industrie und eine Reihe nützlicher Hinweise und interessanter Nachrichten aus der Werbung in aller Welt vervollständigen den reichen Inhalt dieser Zeitschrift.

In Zusammenarbeit mit dem Wirtschaftsvers band Eisen-, Blech- und Metallwarenindustrie e. V., Düsseldorf, gab der Verlag W. C. Schumacher, Hamburg 11, das neue EBM-Adreßbuch heraus.