Am 18. November waren 25 Jahre seit dem Tage vergangen, an dem 1926 in Berlin zum Vertrieb von Philips-Erzeugnissen die Deutsche Philips GmbH, gegründet. worden war. Sie entstand als deutscher Zweig eines Unternehmens von internationalem Ruf, dessen Erzeugnisse seit nunmehr 60 Jahren in allen Teilen der Welt geschätzt werden. Nach der Gründung beschränkte man sich in Deutschland zunächst auf den Handel mit Radio-Einzelteilen, Lautsprechern und anderen Hilfsgeräten. 1932 kam der Vertrieb von Valvo-Röhren hinzu. Und zum gleichen Zeitpunkt übernahm Theodor Graf von Westarp, bislang Geschäftsführer der Röhrenfabrik, die Leitung der Deutschen Philips GmbH. Noch heute steht er an der Spitze dieses führenden Unterhehmens der westdeutschen Elektroindustrie.

Sehr bald wandte sich das Unternehmen auch der Produktion von Philips-Radiogeräten zu. Die ersten Rundfunkempfänger verließen unter dem Namen „Philips-Aachen-Super“ 1934 die Aachener Apparatefabrik, bis dann der Krieg und seine Folgen die günstige Aufwärtsentwicklung hemmten. Fast alle deutschen Philips-Betriebe wiesen 1945 erhebliche Kriegsschäden auf; das Haus der Berliner Zentralverwaltung war völlig zerstört. Mit den erhaltenen Maschinen des Aachener Apparatewerkes begann man den Aufbau einer neuen Apparatefabrik in Wetzlar, wo jetzt – neben der Apparatefabrik Berlin – Philips-Radiogeräte gebaut werden. Unter Aufwendung erheblicher Mittel setzte das Unternehmen das Aachener Werk instand und wandelte es in eine Glühlampenfabrik um. Neben dem Glühlampenwerk entstand in Aachen als Nachfolgerin der einstigen Glasfabrik Weißwasser (Niederlausitz) eine neue Philips-Glasfabrik. Sie dient zur Herstellung der für die Glühlampen- und Radioröhren-Produktion erforderlichen Glaskolben.

Die Aachener Werke waren jetzt Mittelpunkt der Philips-Geburtstagsfeier, die am vergangenen Montag im Aachener Eden-Palast in festlichem Rahmen und unter starker Anteilnahme von Vertretern der Wirtschaft und der Behörden stattfand. Eine zweite Jubiläumsveranstaltung wurde am Dienstag in Hamburg durchgeführt, wo man in einem offiziellen Festakt das 25jährige Jubiläum der Deutschen Philips-GmbH, und zugleich das 60jährige Bestehen der internationalen Philips-Organisation feierte.

Heute verfügt die Deutsche Philips GmbH, nach einer langen und schwierigen Aufbauten wieder über 10 Fabriken: in Hamburg, Aachen, Berlin, Wetzlar und Krefeld. In den Hamburger – Werken entstehen Radioröhren, Spezialröhien, Fernsehröhren, industrielle Keramik und elekiroakustische Geräte. Die Apparatefabrik Krefeld ist mit der Herstellung von Fernsehempfängern beschäftigt, während die Werke in Wetzlar (neben der Radiogeräte-Produktion) Elektrolyth-Kondensatoren, Radio-Einzelteile und Trockenrasier-Geräte fabrizieren. In Berlin produziert Philips neben Radiogeräten auch Plattenspieler und in Aachen Glaskolben, Glühlampen, Leuchtstofflampen und Speziallampen. Diese 10 Werke, geleitet von der 1946 in Hamburg errichteten Hauptverwaltung, beschäftigen fast 10 000 Menschen. ww.