Man Kandel: ... oder Du gehst vor die Hunde. (J. P. Toth Verlag, Hamburg, 490 S., Leinen 18,90 DM.)

Unter dem Himmel von New York verquicken sich im Laufe der ersten zwanzig Jahre unseres Jahrhunderts an zehn Einzelschicksale zum unerbittlich hämmernden Rhythmus der sich aufblähenden Weltstadt. Die oft bis zur Überkonsequenz durchgeführte Entkleidung der Seelen hat das Fundament für den überzeugenden sozialkritischen Roman abgegeben.

Robert Wilder: Wir warten auf morgen. (Universitas Verlag, (erlitt, 452 S.)

Der Versuch, die sexuelle Haltlosigkeit als Symptom für die Verwirrung des modernen Menschen zu deuten. Kontrapunkte der spannenden Handlung das New York der Gegenwart und ländliche mexikanische Abgeschiedenheit. Zwischen beiden pendelt der Journalist Slade Compton, der einzige, der am Ende weiß, wie man auf „morgen“ wartet.

Gwen Bristow: Kalifornische Sinfonie. (Franz Schneekluth Verag, Celle, 699 S., Leinen 18,50 DM.)

In ihrem neuen Roman erzählt die Autorin der Louisiana-Trilogie den mühevollen Weg eines gutbürgerlichen New Yorker Mädchens in die rauhe Wirklichkeit der Kolonisierung Kaliforniens. Wieder überzeugt das Geschick Gwen Bristows, historische Atmosphäre zu verdeutlichen, und die feine psychologische Durchdringung der Gestalten.

Taylor Caldwell: Wo Licht und Finsternis sich scheiden. (Lothar Blanvalet Verlag, Berlin, 489 S.)